Simon Längenfelder (KTM, Platz 2): Eine wichtige Trophäe aus Großbritannien
MX2-Titelverteidiger Simon Längenfelder (KTM) stand beim Grand Prix in Foxhills mit zwei zweiten Plätzen erneut auf dem Podium. Er sieht sich in der Motocross-WM wieder auf der Erfolgsspur.
«Es ist nie einfach, sich aus einem Loch zu befreien», sagte Simon Längenfelder nach seinem zweiten Grand-Prix-Podium in Folge. Zwar ist sein Rückstand zum neuen WM-Leader Guillem Farres (Triumph) am vergangenen Wochenende in Foxhills um 5 Punkte angewachsen, aber der deutsche Titelverteidiger zeigte in allen Rennen Biss, kämpfte um Laufsiege und gewann das Qualifikationsrennen am Samstag. Guillem Farres war in Foxhills am Ende stärker, aber man hatte von außen betrachtet immer den Eindruck, dass er den Speed der Spitze hatte. Er wirkte schnell und dabei trotzdem kontrolliert, auch wenn ihm im zweiten Lauf ein kleiner Flüchtigkeitsfehler unterlief, der ihm möglicherweise den Tagessieg gekostet hat.
Kleiner Sturz, große Wirkung
In der Anfangsphase des zweiten Laufs übernahm Längenfelder die Führung. Guillem Farres übte hinter ihm aber sofort starken Druck aus. Simon verlor im oberen Streckenbereich kurz das Gleichgewicht in einer Spurrinne, das Vorderrad rutschte weg und Simon kippte um. Dadurch erbte der Spanier kampflos die Führungsposition. «Das war ein dummer Sturz», ärgerte sich Längenfelder, «aber ich konnte Guillem danach trotzdem auf Trab halten.»
Das große Puzzle
«Ich fange wieder an, mich gut zu fühlen», meinte Simon weiter. «Es sind immer die vielen kleinen Details, die am Ende einfach zusammenpassen müssen und den Unterschied machen. Es scheint, dass ich fast wieder auf meiner Erfolgsspur bin.»
Es sind die vielen kleinen Details, die am Ende den Unterschied machen.Simon Längenfelder
Neuer Trainer, neues Glück
Die Veränderungen in seinem Umfeld, die Längenfelder nach dem Südafrika-Grand-Prix angedeutet hatte, beziehen sich auf seinen neuen Trainer Marc de Reuver. Der Niederländer geht das Vorbereitungs- und Trainingsprogramm seiner Sportler ganzheitlich an und kümmert sich zum Beispiel auch intensiv um Aspekte der Ernährung. Trainings- und Ernährungsplan gehören bekanntlich zusammen, um am Renntag die maximale Leistung abrufen zu können.
Simon Längenfelder über die neue Strecke Foxhills
Die Strecke in England war für alle Fahrer und Teams neu, denn der letzte Grand Prix fand auf dieser Strecke im Jahr 2000 statt. Simon machte keinen Hehl daraus, dass er den früheren Kurs von Matterley Basin sehr mochte, denn dort konnte er mehrere Siege feiern. Am Ende des Tages waren die Steilhänge von Foxhills auch für ihn cool. «Die Vorbereitung der Strecke hier ist ihnen super gelungen. Wir hatten viele Linien, die Strecke war technisch anspruchsvoll und sie hat sehr viel Spaß gemacht. Ich freue mich, eine weitere Trophäe aus Großbritannien mit nach Hause zu nehmen.»
Lage spitzt sich zu
Die Tabellenspitze ist nach 12 von 19 WM-Etappen wieder enger zusammengerückt. Längenfelder rangiert nach 12 von 19 Läufen mit 42 Punkten Rückstand zur Spitze auf WM-Rang 3.
Grand Prix of Great Britain, MX2:
Guillem Farres (E), Triumph, 1-1, 50 Punkte
Simon Längenfelder (D), KTM, 2-2, 44 (-6)
Camden Mc Lellan (ZA), Triumph, 4-3, 38 (-12)
Liam Everts (B), Husqvarna, 3-4, 38 (-12)
Julius Mikula (CZ), KTM, 6-7, 29 (-21)
Janis Martins Reisulis (LV), Yamaha, 5-8, 29 (-21)
MX2-WM-Stand nach Etappe 12 von 19:
Guillem Farres (E), Triumph, 563 Punkte
Sacha Coenen (B), KTM, 552 (-11)
Simon Längenfelder (D), KTM, 521 (-42)
Camden Mc Lellan (ZA), Triumph, 501 (-62)
Liam Everts (B), Husqvarna, 477 (-86)
Janis Martins Reisulis (LV), Yamaha, 434 (-129)
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