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Tony Cairoli nach Platz 6 in Spring Creek: «Vielleicht komme ich wieder»

Mit P6 im ersten Lauf von Spring Creek konnte Antonio Cairoli (Ducati) zeigen, dass er noch immer die Pace der Top-Piloten hat. Nach dem Rennen erklärte er, warum die WM für ihn keine Option mehr ist.

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Im Zeittraining von Spring Creek, 7. Etappe der US Nationals, hatte Antonio Cairoli mit der Ducati Desmo450 MX auf Platz 15 einen Rückstand von über 6 Sekunden gegenüber Pole-Setter Hunter Lawrence (Honda). 6 Sekunden Rückstand pro Runde sind in diesem Sport Welten. Dagegen musste umgehend etwas unternommen werden.

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Radikalkur für die Ducati

«Ich sagte zum Team: Wir brauchen eine drastische Veränderung», erklärte er im Interview mit VitalMX. «Ich denke, wir können viele Dinge radikal verbessern, wie die Gabelbrücke, die Umlenkung und die Fahrwerks-Settings. Gemeinsam mit dem Team haben wir dann auch eine gute Lösung gefunden, mit der ich mich sehr wohl gefühlt habe.»

Top-6 im ersten Lauf

Nach dem Start zum ersten Lauf tauchte Cairoli in der Spitzengruppe auf. «Ich weiß, dass ich nicht mehr die beste Kondition habe», sagt der neunfache Weltmeister. «Im ersten Lauf hat mich Cooper Webb überholt. Ich kam von der Strecke und habe versucht, ihn wieder zu überholen. Bis ich ihn eingeholt hatte, war mein Puls gefühlt auf 200 hochgeschossen und danach war ich schon ziemlich am Ende. Ich habe versucht, meine Erfahrung zu nutzen und konnte den Speed der Top-4 oder Top-5 mitgehen. Wenn man bedenkt, wie wenig ich trainiert hatte, ist das eigentlich unglaublich. Ich bin über mein Ergebnis selber überrascht.»

US-Rennen waren kaum vorbereitet

«Im vergangenen Jahr habe ich vor den US-Rennen an zwei WM-Läufen teilgenommen und war eigentlich viel besser vorbereitet», grübelt der Sizilianer. «Ich bin zwar in diesem Jahr in Italien ein paar Trainingsrunden gefahren, das war aber auf einer glatten Trainingsstrecke, ohne Spurrillen und Bremswellen.»

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Foxhills wäre einfacher gewesen

In Europa fand am selben Wochenende der Grand Prix of Great Britain statt – oldschool mit modernen Elementen und auf Hartboden. Millville ist eine der wenigen Sandstrecken in den USA. «Die Hartbodenstrecke von Foxhills wäre für mich wahrscheinlich einfacher gewesen als Spring Creek. Hier herrschten wirklich sehr harte Bedingungen, deshalb bin ich selber überrascht, wie gut es zumindest im ersten Rennen lief.»

Cairolis Probleme im zweiten Lauf

«Am Start gab es ein kleines Problem mit dem Motorrad», erinnert sich Antonio. «Ich hatte einen schlechten Start und rangierte irgendwo auf Platz 18 oder 19. Ich habe mich auf Platz 15 vorgearbeitet und dann versucht, einen anderen Fahrer zu überholen. Dabei hat mich jemand am Bein getroffen, also an meinem schlechten Knie. Ich merkte sofort, dass es anschwoll. Wenn es um Meisterschaften gegangen wäre, hätte ich sicher weitergemacht. Aber so wollte ich auf dieser schwierigen Strecke keinen Crash riskieren und mein Knie noch mehr verletzen.»

Gibt es weitere Rennen mit Antonio Cairoli?

Am kommenden Wochenende geht es in Washougal auf Hartboden weiter. Gefragt, ob Cairoli nicht auch dort noch einmal antreten wolle, antwortete er: «Ich würde mich gern etwas besser vorbereiten. Nach 15 Minuten ist es für mich ein Kampf. Vielleicht nehme ich am Saisonende noch einmal an einem Rennen teil. Jetzt möchte ich erstmal nach Italien zurückkehren, mich ein wenig ausruhen und mich besser vorbereiten, wenn ich zum Saisonende noch einmal starten will.»

Ist die WM für Cairoli noch eine Option?

Nach seiner in Spring Creek gezeigten Leistung: Ist die WM für ihn noch eine Option? «Nein, nein», erwidert der 40-Jährige. «Zwei Tage Rennen zu fahren ist wirklich hart. Hier macht es mir mehr Spaß. Ich wache am Samstag auf und fühle mich fit und erholt. In der MXGP ist das anders. Wenn du am Sonntag aufwachst, hast du noch die Rennen vom Samstag in den Knochen und sollst dann noch zwei Rennen über 40 Minuten fahren.»

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Neuer Rahmen soll alte Probleme lösen

«Die Standard-Ducati ist ein wirklich gutes Motorrad», meint Cairoli. «Sie lässt sich leicht fahren. Was wir noch verbessern müssen, ist das Verhalten des Bikes bei sich ändernden Streckenbedingungen, wenn sich am Ende die Strecken verschlechtern. Deshalb haben wir in der WM jetzt auch einen neuen Rahmen am Start.»

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Pos

Fahrer

Fahrer

Start Nr

Runden

Zeit

Bestzeit

Punkte

01

96

17

34:43,703

1:59,422

25

02

38

17

+15,455

2:00,660

22

03

26

17

+18,388

2:01,148

20

04

24

17

+19,028

2:02,044

18

05

Jett Lawrence

Jett Lawrence

1

17

+46,325

1:58,328

17

06

36

17

+57,055

2:03,225

16

07

20

17

+1:01,883

2:04,101

15

08

51

17

+1:08,083

2:04,892

14

09

14

17

+1:18,303

2:04,929

13

10

54

17

+1:29,470

2:05,645

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