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Formel 1Kolumne
Neues Rätsel Racing-Raritäten: Meist unter Wert geschlagen
Das Rätsel Racing-Raritäten zeigt einen Fahrer, der in der Formel 1 meist unter Wert geschlagen wurde. Wer ist hier im Cockpit zu sehen? Wann und wo ist das Foto entstanden?
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Wer ist das? Wo und wann ist das Foto entstanden?Wer ist das? Wo und wann ist das Foto entstanden?Foto: Grand Prix Photo
Wer ist das? Wo und wann ist das Foto entstanden?© Grand Prix Photo
Meist aus dem Archiv unserer Foto-Partner XPB und Grand Prix Photo stellen wir jede Woche ab Dienstag ein kleines Stück Motorsport-Historie vor. Sagen Sie uns, wer zu erkennen ist (Beispiel: Jo Siffert, Monza, 1970) und gewinnen Sie mit etwas Glück einen kleinen Preis. Bitte Namen, Adresse, Geburtsjahr und Telefonnummer nicht vergessen. Schicken Sie Ihre Lösung an: mathias.brunner@speedweek.com. Einsendeschluss ist jeweils Sonntag der laufenden Woche, um 24.00 Uhr.
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Für das neue Rätsel gilt: Dieser fabelhafte Allrounder wurde in der Formel 1 meist unter Wert geschlagen. Unser Hinweis für die letzte Aufgabe lautete: «Wir sind bei einer ganz besonderen Premiere. Leider erlebten dieser Fahrer, der Rennstall und der Motorenhersteller in jenem Jahr ihr blaues Wunder.» Die ganz besondere Premiere bezog sich auf den ersten Formel-1-WM-Lauf damals hinter dem Eisernen Vorhang, 1986 auf dem Hungaroring. Das blaue Wunder erlebte der abgebildete Patrick Tambay mit den enttäuschenden Rennwagen von Beatrice-Lola, Weltmeister Alan Jones gelangen in jener Saison nur zwei Punktefahrten, Tambay musste sich mit P5 in Österreich begnügen, das gab damals zwei Punkte. In Ungarn wurde Tambay Siebter.
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Der 1949 in Paris geborene Tambay war die klassische, französische Rennleiter hochgeklettert, von der Winfield-Rennschule bis in die Formel 2. CanAm-Siege im Team von Carl Haas 1977 ebneten ihm den Weg in einen von Theodore Racing eingesetzten Ensign, Tambay bedankte sich mit zwei fünften Rängen und einem sechsten Platz. Das brachte ihm den Vertrag bei McLaren ein, wo sich Patrick 1978 beachtlich aus der Affäre zog (acht Punkte, WM-14.), doch das Auto 1979 war ein Fiasko.
Achterbahnfahrt mit Tambay Ohne Formel-1-Stammplatz kehrte Tambay in die CanAm-Serie zurück, gewann 1980 zum zweiten Mal den Titel, wieder ermöglichte ihm der asiatische Unternehmer und Theodore-Racing-Chef Teddy Yip den Schritt in die Formel 1. Tambay wurde in Long Beach Sechster, wechselte zur Mitte der Saison zu Ligier (Nachfolger von Jean-Pierre Jabouille), doch wieder gab es keine Punkte.
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In Kyalami 1982 war Tambay von der Politik in der Formel 1 angewidert (es ging um Knüppelverträge für die Fahrer, gegen welche sich die Piloten mit einem Streik wehrten, angeführt von Didier Pironi und Niki Lauda). Tambay zog sich aus dem GP-Sport zurück. Anruf von Ferrari Dann kam nach dem tödlichen Unfall von Gilles Villeneuve in Belgien der Anruf aus Maranello, und das Leben von Tambay veränderte sich schlagartig. Fortan trug er die berühmte Startnummer 27. Im zweiten Rennen stand er erstmals in seiner GP-Karriere auf dem Podest (Dritter in England), nach dem schlimmen Unfall seines Stallgefährten Didier Pironi im Training zum Deutschland-GP gewann Tambay in Hockenheim seinen ersten Grand Prix. Im Frühling 1983 triumphierte Tambay in Imola, ein Jahr nach dem letzten Rennen des unvergessenen Kanadiers, in seinem letzten Rennen für Ferrari in Südafrika 1983 stand Patrick auf Pole-Position. Die WM-Chance 1983 ging aufgrund von Fehlern der Ferrari-Führung flöten. Ende 1983 wurde Tambay durch den Italiener Michele Alboreto ersetzt, auch der sollte nicht Weltmeister werden. Um genau zu sein, sollte es bis ins Jahr 2000 und Michael Schumacher dauern, um wieder einen Formel-1-Champion in Rot zu sehen. Die Tifosi mussten also 21 Jahre auf einen neuen Weltmeister nach Jody Scheckter warten. Das wäre heute so, als bliebe Ferrari nach dem vorderhand letzten WM-Titel mit Kimi Räikkönen 2007 noch bis 2028 ohne Titel. Nur um das in die richtige Relation zu bringen.
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Enttäuschung mit Renault Den zweiten Karrierefrühling wollte Tambay bei Renault erleben, sein zweiter Einsatz als Werksfahrer eines Autoherstellers, aber die Ausbeute war mager – Pole-Position 1984 in Dijon und Rang 2, doch lediglich elfter WM-Schlussrang. 1985 wurde Tambay zwei Mal Dritter (in Estoril und Imola), WM-Schlussrang 12. Ende 1985 verabschiedete sich Renault wieder mal von der Formel-1-Bühne. Tambay kehrte zu seinem früheren Teamchef Carl Haas zurück, doch dessen F1-Programm mit Lola und dem Beatrice-Konzern erwies sich als Fehlschlag. Ende 1986 war die GP-Karriere von Patrick Tambay zu Ende. Jahrelang kämpfte Patrick Tambay gegen das Fortschreiten seiner Parkinson-Erkrankung und setzte sich auch für jene ein, die an der gleichen Krankheit litten. Anfang Dezember 2022 hat der Vater von Rennfahrer Adrien Tambay seine Augen für immer geschlossen. Der ehemalige GP-Pilot wurde 73 Jahre alt.
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Premiere in Ungarn Selbst belesene Renn-Fans schütteln das locker aus dem Ärmel: Der erste Grosse Preis von Ungarn fand 1986 statt. Nur: Das stimmt gar nicht. Genau genommen ist dieser Grand Prix 50 Jahre älter, und er fand auch nicht ausschliesslich auf dem Hungaroring statt. Der erste Ungarn-GP wurde 1936 gestartet, im Népliget-Park von Budapest. Damals traten die Silberpfeile (von Mercedes-Benz und der Auto-Union) gegen die Scuderia von Enzo Ferrari an (mit Alfa Romeo-Rennwagen). Es siegte Tazio Nuvolari für die Italiener. 1986 trat die Formel 1 auf dem Hungaroring erstmals hinter dem damaligen Eisernen Vorhang auf: Mehr als 220.000 Fans aus ganz Osteuropa strömten herbei und erzeugten eine umwerfende Kulisse. Der heute Sky-Experte Martin Brundle stand damals mit dem Rennauto von Zakspeed am Start. Der Engländer sagt: "Das war ganz eigenartig, es lag eine gewisse Spannung in der Luft. Aber ich kam nicht dahinter, was es genau war. Erst mit der Weile merkte ich, wieso die Atmosphäre so merkwürdig war – es war die Stille. Die kannten den Motorsport und die Formel 1 kaum und schauten einfach nur gespannt zu, was da vor sich geht. Es war sehr schräg, aber auch faszinierend."
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Eine Metallskulptur bei Eingang zum Hungaroring erinnert noch heute an einen grossen Mann: Ferenc Szisz, der mit einem Renault 1906 das erste Autorennen gewann, das die Bezeichnung Grand Prix trug, in Le Mans. Der Sprössling von Siebenbürger Sachsen starb im Jahre 1944 in Paris. Kurios: Bis in die 70er-Jahre gab sich ein Doppelgänger in Ungarn als Ferenc Szisz aus und liess sich seine Auftritte fürstlich entlöhnen. Hätten Sie’s gewusst? Nur in Monza ist länger ununterbrochen Formel 1 gefahren worden als auf dem Hungaroring. Das Rennen 2025 ist die 40. Ausgabe in Serie. Am Hungaroring wird seit 1986 ohne Unterbrechung gerannt, in Monza seit 1981. Fehlschlag Beatrice-Lola Autoteile-Importeur Carl Haas, in den 50er Jahren selber Rennfahrer, wurde Ende der 60er Jahre US-Importeur von Lola-Rennwagen, eine lange, fruchtbare Kooperation begann. Haas setzte überaus erfolgreich Autos ein in der Formel 5000, in der CanAm-Serie, im NASCAR-Sport.
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In jeder Serie wurden Rennen und Titel gewonnen, nur das Formel-1-Abenteuer mit dem so genannten Beatrice-Lola-Team Mitte der 80er Jahre war ein Reinfall – Motorenpartner Ford hatte den Turbo-Zug komplett verschlafen, Pilot Alan Jones fuhr nicht mehr auf der Höhe seines Könnens, Hauptsponsor Beatrice (Lebensmittel) verabschiedete sich frühzeitig. Aus die Maus.
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