Nico Rosberg über Ferrari-Duell Hamilton–Leclerc: «Das ist doch ganz klar»
Ferrari-Teamchef Fred Vasseur gab nach dem spannenden Monza-GP zu: «Darüber werde ich mit den Fahrern reden müssen.» Es ging um ein Rad an Rad-Duell in Kurve 1. Nico Rosberg wittert den Schuldigen.
Wir haben das wiederholt festgehalten, es ist bei der fahrerischen Klasse der zwei Ferrari-Piloten unvermeidlich: Es wird immer wieder Situationen geben, in welchen Lewis Hamilton und Charles Leclerc Anspruch auf das gleiche Stück Asphalt erheben, und dann wird es brenzlig.
So wie in Monza nach dem Start, als sich der Brite und der Monegasse ins Gehege kamen, Hamilton in den Kies rodelte und zurückfiel.
Ferrari-Teamchef Fred Vasseur gab später zu: «Wir werden mit beiden sprechen müssen, um diese Situation zu klären. Es ist ein wenig schade. Ein Rennen so zu beginnen, bei dem eines der beiden Autos dann so zurückfällt, das ist sicherlich nicht ideal.»
Hamilton schmallippig: «Nun, ich fiel deswegen auf Platz 10 zurück, viel mehr kann ich nicht dazu sagen.»
Dafür hat Nico Rosberg etwas dazu zu sagen. Der 41-jährige Wiesbadener war als GP-Experte der Kollegen von Sky in Monza, und er hat beim Duell Leclerc gegen Hamilton ganz genau hingeschaut, was da in der Rechts-Links-Kombination der ersten Kurve vorgefallen ist.»
Der Formel-1-Weltmeister von 2016 sagt: «Sorry, aber das ist zu 100 Prozent der Fehler von Leclerc. Die Regel ist da glasklar – wenn der aussen liegende Fahrer, in diesem Fall also Hamilton, im Bereich des Scheitelpunkts die Nase vorne hat, und das hatte Lewis, dann muss der innenfahrende Mann, also Leclerc, genügend Raum lassen, damit der Andere die Kurve umrunden kann.»
«Das ist einfach und klar. Doch Leclerc hat Hamilton diesen Raum nicht gelassen, also geht das auf die Kappe von Charles. Das ist alles Schwarz auf Weiss festgehalten, ich weiss sogar auf welcher Seite des Sportreglements, auf Seite 11.»
Vielleicht war die ganze Szene aber für Leclerc auch nur Revanche für den Kurveneingang, als sich Lewis keck an die Innenseite von Leclerc zwängte. Denn der 23-fache GP-Sieger Rosberg räumt ein: «Vielleicht war Hamilton in jenem Moment ein wenig zu aggressiv.»
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