George Russell ohne Chance? Mercedes-Teamchef Wolff erklärt Monza-Strategie
Obwohl George Russell den GP in Monza von der ersten Startreihe in Angriff genommen hat, kam er hinter seinem Mercedes-Teamkollegen Kimi Antonelli ins Ziel, der aus der 20. Reihe losfuhr.
George Russell hat den Italien-GP auf dem Highspeed-Kurs von Monza von Startplatz 2 in Angriff genommen und nach 53 Rennrunden kam er auch als Zweiter ins Ziel. Vor ihm kreuzte allerdings nicht Überraschungspolesetter Pierre Gasly im Alpine-Renner die Ziellinie, sondern sein Mercedes-Teamkollege Kimi Antonelli, der für frenetischen Jubel auf den Zuschauerrängen sorgte.
Der Lokalmatador, der damit den ersten Monza-Sieg eines Italieners seit 60 Jahren einfuhr, hatte das Rennen von Startplatz 19 in Angriff nehmen müssen. Denn in seinem Heck brummte ein neuer Motor, der das erlaubte Kontingent übersteigt. Antonelli profitierte von einem Stopp während der virtuellen Safety-Car-Phase, die Lance Stroll mit dem Abstellen seines Aston Martin-Renners verursacht hatte.
Der Italiener bekam frische Reifen der mittelharten Sorte, auf denen er Jagd auf seinen Stallgefährten an der Spitze machte. Russell musste hingegen auf alten harten Reifen ins Ziel kommen, und er wurde von seinem Team gewarnt, dass Antonelli vor dem Fallen der Zielflagge würde aufholen können. Es kam, wie es kommen musste, Antonelli zog in der 50. Runde am zweiten Mercedes vorbei und eroberte damit seinen siebten Sieg.
Toto Wolff: «Antonelli war nicht aufzuhalten»
Und natürlich kam die Frage auf, warum Mercedes nicht den Spitzenreiter zum Reifenwechsel an die Box geholt hatte. Teamchef Toto Wolff sagte bei den Kollegen von Sky, dass Mercedes nicht erwartet hatte, dass Antonellis 2-Stopp-Strategie die schnellere Variante sein würde. «Antonelli hat Gas gegeben, ging am Anfang bei den Restarts keine Risiken ein, und holte sich dann eine Position nach der anderen. Das war eine überragende Vorstellung», schwärmte er.
«Letztlich war es die beste Variante, zwei Stopps einzulegen, aber damit hatten wir nicht gerechnet. Das spielte ihm natürlich in die Hände, aber heute wäre er sowieso nicht aufzuhalten gewesen. Ich bin wirklich glücklich. Und George musste am Ende mit abgenutzten Waffen kämpfen. Ich freue mich sehr, dass wir die ersten beiden Positionen holen konnten. Wir mussten mit ihm eine 1-Stopp-Strategie umsetzen, da hatten wir keine Chance», behauptete der Wiener.
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