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Sebastian Vettel (Aston Martin): Bestie in Montreal

An Kanada hat Sebastian Vettel gute und weniger schöne Erinnerungen: 2019 verlor er seinen dritten Sieg auf dem schwierigen Circuit Gilles Villeneuve auf sehr umstrittene Art und Weise.

Formel 1

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Die Szene ging um die Welt: Nach dem Kanada-GP 2019 nahm der damalige Ferrari-Fahrer Sebastian Vettel das 2-Schild vor seinem Auto weg und stellte es zur Seite – für den Heppenheimer war die Sache klar, er war der wahre Sieger in Montreal. Eine Fünfsekundenstrafe wegen grenzwertigen Duells gegen Lewis Hamilton kostete ihn gegen den britischen Mercedes-Star den Sieg.

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Vettel hat in Montreal immer glänzen können: Mit Red Bull Racing stand er drei Mal auf Pole-Position, mit Ferrari zwei Mal. Mit RBR stand er drei Mal auf dem Podest (Sieger 2013), mit Ferrari ebenfalls (Sieger 2018).

Der vierfache Formel-1-Champion sagt: "Nach drei Jahren endlich wieder nach Montreal zurückzukehren, das ist fabelhaft, der Circuit Gilles Villeneuve ist eine fantastische Strecke und ermöglicht tollen Motorsport."

Vettel hat zuletzte als Zehnter in Monaco und als hervorragender Sechster in Baku zwei Mal gepunktet, diese gute Serie mit Aston Martin will er fortsetzen. Vor einigen Jahren ist der 53-fache GP-Sieger zu Feinheiten der Strecke gefragt worden. Seine Eindrücke sind überaus aufschlussreich.

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"Die erste Kurve ist ein Nadelöhr kurz nach dem Start und auch während des Rennens alles andere als einfach anzufahren. Das Problem hier ist: Wer in der ersten Linkskurve nicht mindestens eine Wagenlänge vorne ist, muss bei der langgezogenen Rechtskurve danach wieder nachgeben, weil er dann die Aussenbahn hat."

"Die darauffolgende Rechtskurve ist extrem eng bei der Einfahrt, und deshalb darfst du auf keinen Fall zu spät auf der Bremse sein. Man beschleunigt hier gerne etwas früh, und dann hat man ein Problem. Die Randsteine sind hoch, direkt dahinter ist schon die Mauer. Wenn du zu hart über die Randsteine fährst, kann das Auto springen und – Peng!"

Zur Haarnadelkurve am Nordende der Strecke berichtete Vettel: "Einer der Streckenteile, wo man zumindest ans Überholen denken kann. Und das an gleich zwei Stellen. Erstens: Bei der Einfahrt kannst du dich hart innen reinbremsen. Aber mit Gefühl, denn es gibt einige Bodenwellen, welche die Räder zum Blockieren bringen können. Bei der Ausfahrt ist der Asphalt extrem rutschig. Das heisst, wenn du die Kraft der Hinterräder optimal auf die Straße bringst, kannst du den Vordermann ähnlich wie beim Start ausbeschleunigen."

Eine Stelle, die schon sehr vielen Fahrern das Rennen gekostet hat, ist die letzte Schikane vor Start und Ziel. In der berühmt-berüchtigten "Wall of Champions" landeten unter anderem Weltmeister Jacques Villeneuve – der sogar zwei Mal, 1997 und 1999 – Michael Schumacher (1999), Damon Hill (1999), Jenson Button (2005), und auch Sebastian Vettel (2011 im Freien Training). "Eine Bestie, in jeder Beziehung", sagt Vettel.

"Nach der langen Geraden ist die Versuchung gross, vor dieser Schikane zu überholen. Du kannst dabei innen oder aussen anbremsen. Aber eins darfst du auf keinen Fall, weder im Rennen noch im Qualifying: Zu hart über die Randsteine räubern. Dann versetzt das Auto sofort, und du hast null Chance die anschließende Linkskurve zu bekommen." Und das gilt für die 2022 extrem hart gefederten Rennwagen noch stärker als früher.

Wieso läuft es bei Vettel in den vergangenen Rennen besser? Aston Martin-Ingenieur Tom McCullough: "Wir haben inzwischen sehr viel über das Auto gelernt, so dass wir uns am Wochenende besser auf die pure Abstimmungarbeit konzentrieren können, auch in Sachen Reifen. Wir sind, wenn du so willst, etwas eher in der Normalität zurück."

Aserbaidschan-GP, Baku

01. Max Verstappen (NL), Red Bull Racing, 1:34:10,268 h

02. Sergio Pérez (MEX), Red Bull Racing, +20,823 sec

03. George Russell (GB), Mercedes, +45,995

04. Lewis Hamilton (GB), Mercedes, +1:11,679 min

05. Pierre Gasly (F), AlphaTauri, +1:17,299

06. Sebastian Vettel (D), Aston Martin, +1:24,099

07. Fernando Alonso (E), Alpine, +1:28,596

08. Daniel Ricciardo (AUS), McLaren, +1:32,207

09. Lando Norris (GB), McLaren, +1:32,556

10. Esteban Ocon (F), Alpine, +1:48,184

11. Valtteri Bottas (FIN), Alfa Romeo, + 1 Runde

12. Alex Albon (T), Williams, + 1 Runde

13. Yuki Tsunoda (J), AlphaTauri, + 1 Runde

14. Mick Schumacher (D), Haas, + 1 Runde

15. Nicholas Latifi (CDN), Williams, + 1 Runde

Out

Lance Stroll (CDN), Aston Martin

Kevin Magnussen (DK), Haas

Guanyu Zhou (RC), Alfa Romeo

Charles Leclerc (MC), Ferrari (Motor)

Carlos Sainz (E), Ferrari (Hydraulik)

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Fahrer-WM (nach 8 von 22 Rennen)

01. Verstappen 150 Punkte

02. Pérez 129

03. Leclerc 116

04. Russell 99

05. Sainz 83

06. Hamilton 62

07. Norris 50

08. Bottas 40

09. Ocon 31

10. Gasly 16

11. Alonso 16

12. Magnussen 15

13. Ricciardo 15

14. Vettel 13

15. Tsunoda 11?

16. Albon 3

17. Stroll 2

18. Zhou 1

19. Schumacher 0

20. Nico Hülkenberg (D) 0

21. Latifi 0

Stand Konstrukteurs-Pokal

01. Red Bull Racing 279 Punkte

02. Ferrari 199

03. Mercedes 161

04. McLaren 65

05. Alpine 47

06. Alfa Romeo 41

07. AlphaTauri 27

08. Haas 15

09. Aston Martin 15

10. Williams 3

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Mercedes-AMG Petronas Formula One Team

100

2

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Mercedes-AMG Petronas Formula One Team

80

3

Charles Leclerc

Scuderia Ferrari HP

59

4

Lando Norris

McLaren Formula 1 Team

51

5

Lewis Hamilton

Scuderia Ferrari HP

51

6

Oscar Piastri

McLaren Formula 1 Team

43

7

Max Verstappen

Oracle Red Bull Racing

26

8

Oliver Bearman

MoneyGram Haas F1 Team

17

9

Pierre Gasly

BWT Alpine Formula One Team

16

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Liam Lawson

Visa Cash App Racing Bulls Formula One Team

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