Teamchef Andrea Stella verrät: So sicherte sich McLaren den Zandvoort-Sieg
Weltmeister Lando Norris wurde nach seinem GP-Sieg in Ungarn auch für das Zandvoort-Wochenende als grosser Favorit gehandelt. Im Sprint hatte er keine Chance, doch im GP erfüllte er die Erwartungen.
Als Lando Norris vor dem Start zum Grand Prix in Zandvoort auf seine Siegchancen angesprochen wurde, fiel seine Prognose nüchtern aus. Aus gutem Grund: Der Formel-1-Weltmeister hatte sich im Sprint-Qualifying zwar als Zweitschnellster einen Platz in der ersten Reihe gesichert. Doch im Rennen musste er sich Charles Leclerc im Ferrari beugen, der auf den weichen Reifen nicht aufzuhalten war.
Norris, der den dritten Platz ins Ziel rettete, blickte entsprechend vorsichtig auf den 72-Runden-GP, den er von der Pole in Angriff nehmen durfte. «Ich erwarte nicht, dass es ein Rennen wie in Budapest wird, ich glaube, es wird eine deutlich grössere Herausforderung», erklärte er nach der Eroberung der GP-Pole.
Im Rennen verlor er die Führung zunächst auch, nach 72 Runden kam er dennoch als Erster ins Ziel. Und Teamchef Andrea Stella betonte: «Lando lag richtig mit seiner Annahme, dass es kein einfaches Rennen werden würde. Unser Renntempo in Ungarn war deutlich vielversprechender. Im Sprint hatten wir nicht das schnellste Auto, Ferrari hatte da die Nase vorn.»
«Die Leistungsdichte ist im ganzen Feld gross, was grossartig für die Formel 1 ist, und natürlich ist es auch gut, dass McLaren zu jenen Teams gehört, die um den Sieg kämpfen können. Lob gebührt der Mannschaft und den Fahrern, denn nach dem Sprint haben wir einige Anpassungen am Auto vorgenommen, und die Fahrer haben auch beim Fahrstil ein paar Veränderungen umgesetzt, um die Reifen im Rennen anders nutzen zu können, und das hat sich gelohnt. So gesehen war es ein verdienter Sieg, wenn man bedenkt, wie viel Arbeit geleistet wurde und wo wir im Sprint lagen», fügte der Italiener an.
«Lando hat die Reifen besser eingesetzt als alle anderen Fahrer, damit hat er sich den Sieg verdient», lobte der Ingenieur seinen Schützling. Über die Chance, den WM-Titel in beiden Wertungen erfolgreich zu verteidigen, wollte er aber nicht sprechen. «Zuerst müssen wir mehrere solche Wochenenden haben, und ich konzentriere mich lieber darauf, diese hinzubekommen und weitere Upgrades ans Auto zu bringen. Wenn uns das gelingt und wir gut unterwegs sind, dann können wir auf die WM-Tabelle blicken. Aber Kimi Antonelli und Mercedes führen die WM-Wertungen verdient an. Wir müssen mehr leisten, wenn wir ihnen die Stirn bieten wollen.»
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