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Vater und Sohn: Wer war im GP-Sport erfolgreicher?

SPEEDWEEKipedia: Leser fragen, wir finden die Antwort. Heute: Im Rahmen der Formel-1-WM gab es dreizehn Vater-Sohn-Kombinationen. Wer war erfolgreicher – der Vater oder die Söhne?

Formel 1

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In loser Reihenfolge gehen wir in Form von "SPEEDWEEKipedia" auf Fragen unserer Leser ein. Dieses Mal will Norbert Wilhelm aus Osnabrück wissen: "Max Verstappen ist doch drauf und dran, seinen Vater Jos in der Formel 1 als bester GP-Niederländer abzulösen. Das brachte mich zur Frage: Wer war im GP-Sport eigentlich in der Regel erfolgreicher – die Väter oder die Söhne?"

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Einen berühmten Namen zu tragen, ist Segen und Fluch zugleich, das haben auch viele rennfahrende Söhne erlebt. Max Verstappen ist in der Saison 2015 zum dreizehnten Sohn geworden, dessen Papa schon in der Formel-1-WM angetreten ist. Von den bisherigen zwölf jedoch blieben zwei ohne Punkte und acht ohne Sieg. Nur zwei Söhne sind Weltmeister geworden (Damon Hill und Jacques Villeneuve), bei vielen ist der Vergleich ein wenig unfair, dies aus verschiedenen Gründen, wie wir gleich sehen werden.

Hans Stuck und Hans-Joachim Stuck

Die besten Jahre seiner Karriere waren vorbei als Silberpfeil-Legende Hans Stuck in der Steinzeit der Formel 1 drei Mal antrat. Insofern ist der Vergleich mit seinem Sohn nicht gerecht. Der junge Stuck brachte es auf 74 Rennen und zwei Podestränge. Vorteil Sohn.

Jack Brabham sowie David und Gary Brabham

Der 2014verstorbene Sir Jack Brabham wurde drei Mal Weltmeister. Seine Söhne mühten sich weitgehend vergeblich ab: Gary kam bei zwei Versuchen nicht über die Qualifikation hinaus, David bestritt 24 Rennen, blieb aber ohne Punkte. Vorteil Vater.

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Graham Hill und Damon Hill

Die einzige Weltmeister-Weltmeister-Kombination: Graham eroberte die Titel 1962 und 1968, Damon seinen Titel 1996. Papa Graham fuhr länger (von 1958 bis 1975) als Damon (von 1992 bis 1999), dafür war Damon an Siegen erfolgreicher – 22:14. Gleichstand.

Wilson Fittipaldi und Christian Fittipaldi

Der Bruder und der Neffe von Emerson Fittipaldi blieben sieg- und podestplatzlos (Emerson hingegen wurde zweimal Weltmeister). Wilson fuhr von 1972 bis 1975, Christian von 1992 bis 1994, sie waren fast gleich lang im Einsatz (35 Rennen für Wilson 40 für Christian), an Punkten hatte Christian die Nase vorne – 12:3. Vorteil Sohn.

Mario Andretti und Michael Andretti

McLaren zeigte 1993, wie man nicht mit einem US-Piloten umgeht: die Einsätze des jungen Michael kamen einer Vergeudung seines Talents gleich. Weil Junior ständig zwischen Europa und den Staaten hin- und herjetten durfte, weil die Trainingsfahrten beschränkt waren, weil die Autos schwierig zu meistern waren, weil der junge Andretti Ayrton Senna als Stallgefährten hatte, aus all diesen Gründen und einigen mehr kam Michael nicht über sieben Punkte hinaus. Ausgerechnet nach seinem einzigen Podestplatz in Monza wurde er durch Mika Häkkinen ersetzt. Papa Mario eroberte aus 128 Einsätzen zwölf Siege und wurde mit Lotus Weltmeister 1978. Vorteil Vater.

Gilles Villeneuve und Jacques Villeneuve

Was Papa Gilles verwehrt blieb, holte Sohn Jacques nach, den Gewinn des WM-Titels (1997). Der junge Villeneuve konnte bei elf Grands Prix triumphieren, sein Vater bei sechs. Jacques ist der einzige Fahrer, der Weltmeister werden konnte, während sein Vater zwar ebenfalls GP fuhr, dieses Ziel aber verpasste. Noch heute jedoch wird Gilles Villeneuve nicht nur in Kanada und Italien verehrt – Jaques wird diesen Status nie erreichen. Ginge es nur nach Ergebnissen: Vorteil Sohn.

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Keke Rosberg und Nico Rosberg

Nico Rosberg hat inzwischen seinen Vater in allen Kategorien überholt, nur den WM-Titel hat Nico noch nicht, 2014 und 2015 musste er sich jeweils seinem Mercedes-Stallgefährten Lewis Hamilton geschlagen geben. Keke Rosberg wurde 1982 Weltmeister. Nico hat mehr Siege, Keke den Titel – Gleichstand.

Satoru Nakajima und Kazuki Nakajima

Weder Vater noch Sohn Nakajima schafften es je aufs Siederpodest, immerhin konnten beide punkten. Papa Satoru wurde zwei Mal Vierter und eroberte mit 16:9 auf mehr Punkte. Vorteil Vater.

Manfred und Markus Winkelhock

Beide hatten nie konkurrenzfähiges Material, doch dafür führt Markus Winkelhock eine skurrile Statistik an: Beim Verhältnis Rennen zu angeführten Rennen kommt er auf eine Erfolgsquote von 100 Prozent – bei seinem einzigen GP, 2007 auf dem Nürburgring, ging er dank eines gewagten Reifenpokers kurz nach dem Start in Führung. Vorteil Vater.

Nelson und Nelsinho Piquet

Der Papa dreifacher Weltmeister, der Sohn in Schimpf und Schande aus der Formel 1 verschwunden. Der so genannte Singapur-Skandal (als der junge Piquet dazu ermuntert wurde, in eine Mauer zu fahren, um eine Gelbphase zu provizieren, worauf Renault-Stallgefährte Alonso gewann) brach Piquet das Image-Genick. 2015 wurde Piquet Formel-E-Champion. Vorteil Vater.

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Jan Magnussen und Kevin Magnussen

Papa Magnussen nahm die Formel 1 nicht so wichtig, heute bereut er das. Nach zwei Jahren mit McLaren und Stewart Grand Prix war Schluss. Sohn Kevin fuhr ironischerweise ebenfalls für McLaren, wurde dann aber auf Eis gelegt, als Fernando Alonso ins Team kam und gleichzeitig Jenson Button behalten wurde. Ende 2015 wurde Magnussen bei McLaren ausgemustert. Dennoch Vorteil Sohn.

Jos Verstappen und Max Verstappen

Die meisten Experten sind sich sicher: der junge Verstappen wird zum erfolgreichsten Formel-1-Niederländer werden. Papa Jos brachte es 1994 bei Benetton auf zwei Podestränge. Vorteil Vater. Aber das wird sich ändern.

Fazit: Die Väter haben die Nase vorne ...

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