Vorteil für Lewis Hamilton und Charles Leclerc: Ferrari-Filmtag in Madrid
Das Ferrari-Team hat sich einen Vorsprung für die GP-Premiere auf dem Rundkurs von Madrid verschafft: Lewis Hamilton und Charles Leclerc absolvierten einen Filmtag auf dem Madring.
Die Daten, die Charles Leclerc und Lewis Hamilton in Madrid gesammelt haben, sind natürlich mit Vorsicht zu geniessen. Denn sie durften zwar im diesjährigen Ferrari SF-26 ausrücken und auf dem Madring ihre Runden drehen. Weil es sich aber um einen Filmtag handelte, mussten sie dies den Regeln entsprechend auf speziellen Demoreifen, die Pirelli zur Verfügung stellt, tun.
Zudem war das Team aus Maranello gezwungen, sich auf ein paar Runden zu beschränken. Denn die WM-Teilnehmer dürfen an einem der beiden erlaubten Filmtage jeweils nur 200 km zurücklegen. Als Erster durfte Grossbritannien-GP-Sieger Leclerc ausrücken. Der Monegasse absolvierte damit die erste Fahrt eines Formel-1-Fahrzeugs auf dem spanischen Rundkurs, auf dem im September erstmals ein GP stattfinden wird. Danach kam sein Teamkollege Hamilton zum Einsatz.
Der erste Formel-1-Star, der auf dem Madring unterwegs war, ist aber nicht Leclerc, sondern sein früherer Stallgefährte Carlos Sainz. Der heutige Williams-Pilot, der aus Madrid kommt, gab bereits im Mai in einem Ford Mustang auf dem auf der 5,416 km langen Strecke rund um das IFEMA-Messezentrum Gas.
Ferrari-Filmtag mit doppeltem Nutzen: Auch Streckenbetreiber profitiert
Dass Ferrari den Madring als Pflaster für den zweiten Filmtag gewählt hat, ist ein cleverer Schachzug. Denn obwohl die strengen Regeln zu den Filmtagen verhindern sollten, dass sich ein Team einen Vorteil durch dessen Absolvierung verschafft, liegt der Nutzen für die Mannschaft von Fred Vasseur auf der Hand. Denn die Daten, die gesammelt wurden, können helfen, die eigenen Simulator-Modelle zu verfeinern.
Von Nutzen war der Filmtag aber auch für die Streckenbetreiber. Denn erstmals konnten sie die Anlage anhand eines Formel-1-Einsatzes testen. Der älteste GP-Rennstall der Welt rückte denn auch mit der üblichen Menge an Teammitgliedern und Material zum Filmtag aus.
Es war der zweite von den beiden erlaubten Filmtagen für Ferrari. Den ersten zog die Scuderia aus Maranello bereits im April ein, als sich durch die Absage der Rennen in Bahrain und Saudi-Arabien eine mehrwöchige Pause im WM-Kalender ergab. Auch da kamen beide Ferrari-Stars zum Einsatz. Sie rückten auf dem Monza-Rundkurs aus.
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