WM-Leader Kimi Antonelli/Mercedes: «Das wird in Singapur entscheidend sein»
GP-Wochenende von Singapur: Der Italiener Kimi Antonelli ist mit einem Vorsprung von 84 Punkten auf George Russell angereist. Der nun eine Motorenstrafe verdauen muss. Wie Kimi seine Lage einschätzt.
Formel-1-Fachleute und -Fans sind sich einig: Der 20-jährige Kimi Antonelli fährt seinem ersten WM-Titel entgegen. Oft ist in entscheidenden Momenten das Glück auf seiner Seite, das Glück des Tüchtigen.
In Malaysia zuletzt wurde Kimi Zweiter hinter Max Verstappen, aber sein härtester Titelrivale, Mercedes-Stallgefährte George Russell, schied wegen Motorschadens aus, und zu allem Übel muss der Engländer jetzt in Singapur auch noch ans Ende des Feldes, weil er einen neuen Motor braucht.
Der Bologneser Kimi Antonelli sagt über seine Ausgangslage am Marina Bay Circuit: «Zunächst mal fahren wir hier nach dem Sprintformat. Sprint-Wochenenden sind immer sehr anspruchsvoll, aber das Ganze auf einem Strassenkurs, das macht’s noch intensiver.»
«Ein ganz wichtiger Punkt: Solche Rennstrecken ändern von Einsatz zu Einsatz das Haftungs-Niveau. Dem musst du dich anpassen können, einerseits in Sachen Fahrzeugabstimmung, andererseits punkto Fahrgefühl.»
«Noch ein grosser Unterschied – das einzige freie Training vom Freitag wird am Tag stattfinden, die Quali für den Sprint dann aber in der Nacht.»
«Was unsere Arbeit hier bei Mercedes angeht, so versuchen wir weiter, die Feinheiten jenes Evo-Pakets zu verstehen, das wir in Malaysia ans Auto gebracht haben. Ich hoffe, wir lernen da hinzu.»
«In Sepang war es einfach so, dass die Werte von der Rennstrecke nicht hielten, was die Simulationen zuvor versprochen hatten. Wir glauben, dass die extremen Pistentemperaturen mit teils mehr als 60 Grad und der sehr raue Asphalt da grossen Einfluss hatten.»
«Singapur wird ein guter Test sein. Denn in Malaysia hatten wir grosse Mühe in langsamen Kurven, und davon haben wir hier an der Marina Bay jede Menge. Dazu werden wir die Chancen verteilen, ich fahre die neue Spezifikation, George jene, die wir vor Malaysia am Wagen hatten. Wir hoffen, dadurch so viel als möglich zu lernen.»
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