Zoff geht weiter: McLaren bestätigt Berufung gegen FIA-Urteil von Monaco
Konstrukteurs-Weltmeister McLaren hat am 16. Juni bestätigt: Sie gehen in Berufung gegen Entscheidungen in Monaco in Bezug auf die Nichtig-Erklärung der Zeitstrafe von Pierre Gasly und Alpine.
Was für eine Suppe, die sich die FIA mit dem Strafenhagel von Monaco eingebrockt hat. Zur Erinnerung – zuerst wurden zahlreiche Fahrer mit Zeitstrafen belegt, weil sie angeblich in der Boxengasse zu schnell gewesen waren, später mussten die Regelhüter einen Messfehler einräumen.
Ergebnis: Der zunächst drittplatzierte Pierre Gasly, auf P7 gefallen, erhielt seinen dritten Rang wieder zurück, dafür verlor Red Bull Racing P3 von Isack Hadjar und McLaren-Fahrer Oscar Piastri ist derzeit nicht Monaco-Vierter, sondern nur Fünfter.
McLaren lässt das nicht auf sich sitzen. Wie der zweitälteste Formel-1-Rennstall (nach Ferrari) am 16. Juni bestätigt, gehen die Konstrukteurs-Weltmeister gegen das FIA-Urteil in Berufung. McLaren teilt dazu wie folgt mit, wir zitieren.
McLaren Racing bestätigt, dass es formell eine Berufungsanzeige beim Internationalen Berufungsgericht der FIA eingereicht hat, und zwar bezüglich der folgenden Entscheidungen im Zusammenhang mit dem Grossen Preis von Monaco 2026: Stewards-Dokument 99; Überarbeitete endgültige Rennklassifikation Dokument 100; Überarbeitete Meisterschaftspunkte Dokument 101.
Wir respektieren zwar die rechtlichen Verfahren der FIA und die Rolle der Rennkommissare voll und ganz, sind jedoch der Ansicht, dass dieser Fall wichtige Fragen zur sportlichen Fairness, zur regulatorischen Konsistenz und zur Integrität des Wettbewerbs aufwirft.
Während des gesamten Wochenendes des Grossen Preises von Monaco – und bei jeder Veranstaltung – haben alle Teams gemäss den Vorschriften und den etablierten Standardpraktiken in Bezug auf die Geschwindigkeitsbegrenzung in der Boxengasse gehandelt, wie sie zum damaligen Zeitpunkt angewendet wurden. Die Wettbewerber passten ihre Verfahren entsprechend an und akzeptierten und verbüssten, wo erforderlich, die nach diesen Vorschriften verhängten Strafen.
Unserer Ansicht nach führt die spätere Aufhebung von Strafen zu einer Situation, in der einige Wettbewerber benachteiligt werden, weil sie gemäss den Regeln und den Entscheidungen der Sportkommissare gehandelt haben. Ein solches Ergebnis birgt die Gefahr sportlicher Ungerechtigkeit und untergräbt das Vertrauen in die konsequente Anwendung des FIA-Sportreglements.
Unsere Entscheidung, Berufung einzulegen, richtet sich gegen keinen Wettbewerber. Sie spiegelt vielmehr unsere Überzeugung wider, dass die Meisterschaft von Vorschriften profitiert, die für alle Teilnehmer konsequent, transparent und fair angewendet werden.
McLaren bleibt weiterhin bestrebt, konstruktiv mit der FIA, der Formel 1 und den Mitbewerbern zusammenzuarbeiten, um die Integrität des Sports zu schützen und das Vertrauen in seinen Regulierungsrahmen zu erhalten.
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