Williams-Teamchef James Vowles unter Druck? Warnung von Günther Steiner
Das Williams-Team startete mit einem grossen Rückstand in die Saison 2026. Diesen konnte das Team aus Grove noch nicht aufholen. Der Druck auf Teamchef James Vowles steigt, wie Günther Steiner betont.
Die Erwartungen der Williams-Fans vor dem Saisonstart 2026 waren hoch, schliesslich hatte Teamchef James Vowles, der das Zepter im Team aus Grove 2023 übernommen hatte, eine Rückkehr an die Spitze vorausgesagt. Doch schon bei den Vorsaison-Testfahrten platzte der Traum. Beim Shakedown in Barcelona waren die Mitglieder des britischen Traditionsteams nicht mit von der Partie. Und in Bahrain zeigte sich schnell, dass der FW48 zu schwer und folglich auch zu langsam war.
Die Ergebnisse fielen entsprechend aus. Das hochkarätige Fahrer-Duo Carlos Sainz und Alex Albon schaffte es immerhin, vor der Sommerpause insgesamt elf Punkte zu holen. Doch nur einmal – in Miami – kamen beide Williams-Renner in die Punkte. Seit dem Rennen in Barcelona gab es keine frischen Punkte mehr. Und die Frage, ob mit Vowles der richtige Mann an der Spitze des Teams ist, wird immer lauter gestellt.
Vowles verspricht, nach der Sommerpause nachzulegen. Und bittet die Fans um Geduld. Diese müsse man auch aufbringen, findet Günther Steiner. Auf die Frage, ob Williams Vowles loswerden solle, tritt der frühere Haas-Teamchef im «The Red Flags»-Podcast auf die Bremse. Er scherzt: «So sehr ich finde, dass er keinen guten Schob macht, so sehr denke ich, dass man ihm genügend Zeit lassen sollte, alle seine Emails zu lesen.
«Er hat die zum Jahresstart bekommen, er weiss, was zu tun ist, er hat es nur noch nicht geschafft, sich durch alle zu arbeiten. Er muss bis zum Jahresende eine Lösung finden, und wenn er es bis dann nicht geschafft hat, alle zu lesen, dann kann man ihn gehen lassen», fügte der Südtiroler in seiner unverwechselbaren Art an.
Spätestens zum Start der nächsten Saison werde sich zeigen, ob Vowles die Wende geschafft habe. «Sollte der Saisonstart im nächsten Jahr wie in dieser Saison ausfallen, dann gehen die Emails in den Spam-Ordner oder werden gelöscht – und er muss dann mit ihnen gehen. Es sind lange Emails, denn an diesem Auto muss viel nachgelegt werden», fuhr Steiner fort. Auf die Nachfrage, ob sich die Gnadenfrist auf die ersten fünf bis sechs Rennen im nächsten Jahr beschränke, bestätigte er: «Ja, so ist es.»
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