Ferrari-Nachwuchshoffnung Ollie Bearman nach Ungarn-GP: «Ein Albtraum»
In Spa schwärmte Ollie Bearman noch davon, wie wohl er sich in seinem GP-Auto gefühlt hatte. In Budapest lief aber gar nichts nach Plan. «Das war das schlimmste Wochenende in diesem Jahr», klagte er.
Für Ollie Bearman begannen die Probleme in Ungarn schon am Qualifying-Samstag. Der junge Haas-Pilot, der zur Ferrari-Familie gehört, schaffte es nicht übers Q1 hinaus und musste das letzte Rennen vor der Sommerpause somit von Startplatz 17 in Angriff nehmen. Im Rennen lief es auch nicht nach Wunsch, denn Bearman war ein Opfer des Systemfehlers, das die blauen Flaggen betraf.
Der Brite stand Isack Hadjar zu lange im Weg, dafür brummten ihm die Regelhüter eine 5-sec-Zeitstrafe auf. Am Ende kam er als Letzter auf Position 19 ins Ziel, zwei Runden fehlten ihm auf Sieger Lando Norris. Entsprechend bedient war der 21-Jährige nach dem Fallen der Zielflagge.
Enttäuscht klagte der Haas-Pilot: «Das war sicherlich das schlimmste Wochenende in diesem Jahr. Ich fühle mich schlecht wegen der Strafe, die ich aufgrund der blauen Flagge bei Hadjar kassiert habe. Denn ehrlich gesagt war es da draussen ein ziemlicher Albtraum. Man fährt im Grunde durch das Infield, hat keine Zeit, in die Spiegel zu schauen, und praktisch in jeder Runde, die ich gefahren bin, wurden mir blaue Flaggen angezeigt.»
Nicht nur blaue Flaggen sorgen für Frust
«Bei diesem Rennen funktionierten sie nicht richtig. Es war also schwer zu erkennen, ob man selbst, das Auto hinter einem, das Auto vor einem oder sonst jemand die blaue Flagge bekam», schilderte Bearman. «Es war also ganz klar keine böse Absicht. Ich habe eine Runde Rückstand. Ich versuche nicht, irgendetwas Schlimmes zu tun», beteuerte er daraufhin, und fügte kleinlaut an: «Aber natürlich tut es mir leid für jeden, dessen Rennen ich möglicherweise beeinträchtigt habe.»
Die blauen Flaggen waren nicht die einzige Sorge des aktuellen WM-Dreizehnten. Bearman erklärte: «Mir fehlte das Vertrauen von der ersten Runde an, und es scheint ganz so, als wäre der ganze Fortschritt, den wir in den letzten beiden WM-Runden machen können, einfach ausgelöscht worden und wir müssten wieder ganz am Anfang beginnen. Ich verstehe nicht, wie ich mich in Spa noch so konkurrenzfähig und selbstsicher im Auto fühlen konnte, und hier war es einfach ein Albtraum zu fahren. Wir glauben, dass wir das verstehen, aber es ist nun wichtig, dass wir alles richtig analysieren, bevor es wieder auf die Strecke geht.»
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