Die Formel E wird von Eurosport übertragen, die Quoten halten sich allerdings in einem sehr überschaubaren Bereich. Bringt der Wechsel zu den Öffentlich-Rechtlichen möglicherweise einen Schub?
Seit 26. Januar laufen auf dem Circuit de Barcelona-Catalunya die Formel-1-Wintertests. Fans auf den Tribünen? Pustekuchen. Medien entlang der Bahn? Unerwünscht. Die Formel 1 spielt Verstecken. Wieso?
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Die Hersteller haben die Formel E als neues Spielzeug für sich entdeckt, die Elektroserie erlebt einen Boom. Alleine aus Deutschland werden bald Audi, BMW, Mercedes und Porsche an den Start gehen.
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Auch an den Strecken ist das Interesse groß, Rom war zuletzt komplett voll, dazu sind sämtliche Tribünenplätze für die noch ausstehenden Rennen in Berlin, Zürich und New York bereits ausverkauft. Auch normale Eintrittskarten sind kaum noch zu haben. Für das Formel-E-Rennen in Zürich am 10. Juni waren alle Tickets innerhalb von nur 30 Minuten verkauft. Ein Problem bleiben aber die Quoten beim Spartensender Eurosport. Die bewegen sich im fünfstelligen Bereich, locken, wenn es gut läuft, um die 100.000 Fans vor den Fernseher, manchmal auch etwas mehr. Ein weiteres Problem ist dabei auch die Werbung für die Übertragungen.
"Ich habe die Klage gehört, dass man die DTM-Live-Übertragungen der ARD im Fernsehprogramm nicht finden konnte. Wenn ich aber eine Formel-E-Übertragung suche, ist das selbst im Internet nicht immer einfach", sagte der frühere Mercedes-Motorsportchef Norbert Haug dem kicker.
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Die ARD überträgt die DTM seit dieser Saison nicht mehr, Sat.1 zeigt 2018 die Tourenwagenserie. Dafür probiert die ARD die Formel E aus und überträgt am 19. Mai den Berlin e-Prix. Das Erste bettet den Lauf in einen "Super Samstag" ein.
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Deshalb beginnt das Rennen auch erst um 18 Uhr anstatt wie sonst um 16 Uhr. Vorher steigt das Fußball-Pokalfinale der Frauen, nach dem Rennen das der Männer zwischen dem FC Bayern und Eintracht Frankfurt.
Haug merkt an, dass die Formel E noch eine Menge aufzuholen hat, was die Zuschauergunst betrifft. "Die eine Million Zuschauer, die bei der ARD im Durchschnitt 2017 jedes DTM-Rennen gesehen haben, wurde in der letzten Formel-E-Saison bestenfalls zusammenaddiert bei allen zehn Läufen erreicht", sagte er. Neben der ARD wird auch das ZDF ein Rennen der Elektroserie live zeigen. Das Zweite überträgt am 15. Juli ab 21.30 Uhr das letzte Saisonrennen aus New York im Livestream auf zdf.de. Bereits am Nachmittag zeigt das ZDF im Rahmen einer SPORTextra-Sendung (14 bis 16 Uhr) das erste Rennen aus New York vom Samstag in einer 20minütigen Zusammenfassung. Für das ZDF wird der 15. Juli ein "Super Sonntag", denn am Nachmittag findet in Moskau ab 17 Uhr das Endspiel der Fußball-WM statt, das vom ZDF live übertragen wird.
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Möglich macht die Live-Übertragung der Rechte-Inhaber Discovery, der Sublizenzen vergibt, damit die Rennen auch außerhalb von Eurosport übertragen werden können. Für die Formel E die Chance, sich einem noch breiteren deutschen Publikum zu zeigen. Haug glaubt aber: "Auch das wird sich bestimmt ändern, und das Zuschauerinteresse wird stark wachsen." Die Quoten in Saison 4 auf Eurosport im Schnitt: Honkong 1: 44.000 Hongkong 2: 101.000 Marrakesch: 78.000 Santiago de Chile: 68.000 Mexiko: 101.000 Punta del Este: 103.000 Rom: 71.000 Paris: 90.000
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