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GrasbahnKolumne

MSC Schwarme: Müssen die Entscheidung gutheißen

Der MSC Schwarme hat sein April-Rennen aufgrund schlechter Wetterprognosen vier Tage vor dem Rennen abgesagt. Kritiker meinen, früher wäre man bei diesen Bedingungen gefahren. Was ist richtig, was ist falsch?

Im Artikel erwähnt




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In Schwarme wird am 26. Juni gefahren
In Schwarme wird am 26. Juni gefahren
Foto: Hagen
In Schwarme wird am 26. Juni gefahren
© Hagen

Fünfmal hat der MSC Schwarme im April sein Grasbahnrennen gefahren. Dreimal ging es wettermäßig gut, 2014 und 2015 musste der Club das Rennen abbrechen, weil die Vollgasbahn im Schwarmer Bruch durch den Regen zu gefährlich für die Fahrer wurde.

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Die Zuschauerzahlen waren in diesen beiden Jahren nicht toll, weil schon morgens die Wetterprobleme abzusehen waren und daher viele daheim blieben.

Für den 24. April 2016 waren in Schwarme Regen, Schnee, Graupel und Sturm bei Temperaturen nicht weit über dem Nullpunkt vorhergesagt. Den Verantwortlichen um den 1. Vorsitzenden des MSC Schwarme, Marc Wessel, war klar, das wird nichts.

Schon weit im Vorfeld hatte man sich Plan B mit dem Ausweichtermin am 26. Juni zurecht gelegt. In weiser Voraussicht, nicht wieder schlechte Kasse aufgrund fehlender Zuschauer zu machen.

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Geht es denn immer nur um die Kasse? Früher ist man doch auch bei schlechtem Wetter gefahren, sagen kritische Stimmen. Und überhaupt: Freute sich der Bahnsportbesucher früher nicht gar über den Dreck, der über die Bande flog? Und waren die Fahrer nicht früher viel abgehärteter und nicht so verweichlicht, wie die angeblich so smarten Jungs von heute?

Früher, früher, früher...

Früher hat meine Mutter auch noch die Wäsche mit der Hand gewaschen. Früher haben 20 Nachbarn bei uns vor dem Fernseher gesessen und Fußball-Länderspiele geschaut, weil sie selbst noch kein Gerät besaßen. Und früher als Kind war Lew Coffin mein Held, wenn er auf dem Schaumburger Bergring in Wendthagen bei Stadthagen mal wieder das Rennen gewonnen hatte. Für ihn und die anderen Cracks fuhren meine Freunde und ich viele Kilometer mit dem Fahrrad hin und her.

Heute hat sich die Welt gewandelt. Im Zeitalter des Internets kann jeder alles sehen und sich seine Zeit mit Diesem und Jenem vertreiben. Das Angebot im Sport via Internet, aber auch über Funk und Fernsehen ist so immens geworden, dass Veranstalter sich gut überlegen müssen, wie sie ihren Sport präsentieren.

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Das gilt auch und insbesondere für den Bahnsport. Gewünscht wird heute vielfach ein zügiger Zeitplan, ein interessanter Rennverlauf und Rund-um-Versorgung mit Musik, Moderation und Verpflegung. Und irgendwie bequem soll es möglichst auch noch sein.

Wer will schon im Regen oder in der Kälte sitzen und sich dann auch noch mit Matsch beschmeißen lassen? Oder vollgestaubt von oben bis unten nach Stunden gen Heimat zu fahren?

"Dann sollen die doch wegbleiben", so hört man oft von den Hartgesottenen unter den Fans des Bahnsports.

Vorsicht, Vorsicht, liebe Leute...

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Wenn wir nicht wollen, dass unser geliebter Sport bald untergeht, dann müssen wir Kompromisse schließen. Dazu gehört, dass wir Entscheidungen wie die des MSC Schwarme, aufgrund der schlechten Wettervorhersagen das Rennen auf einen späteren Zeitpunkt zu verschieben, nicht nur akzeptieren, sondern auch gutheißen. Und dann natürlich auch zu dem späteren Termin kommen.

Bahnsport ohne Clubs als Veranstalter funktioniert nicht. Veranstalter ohne Geld haben keine Chance. Die Clubs brauchen viele Zuschauer, wenn sie nicht potente Sponsoren im Rücken haben. Und wer hat die schon?

Und dann noch etwas zur Kritik an Fahrern, speziell an unseren deutschen. Warum sind wir nicht einfach nur froh, dass wir sie haben? Diese Typen üben mit Leidenschaft einen Sport aus, der nicht nur hochgefährlich ist, sondern im Vergleich zu anderen Sportarten auch nur geringen finanziellen Gewinn verspricht.

Also: Freuen wir uns auch in Zukunft auf tollen Bahnsport und unterstützen Clubs wie den MSC Schwarme, aber auch die vielen anderen, die Bahnsport weiter möglich machen. Wir wollen nicht, dass demnächst weitere Rennen im Kalender fehlen. Zu viele fehlen bereits.

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