Lorenzo Baldassarri fordert mehr Respekt: «Gut für Show, aber gefährlich»
Wie beim Debüt gab es auch beim diesjährigen Superbike-Meeting auf dem Balaton Circuit einen schweren Unfall in einer Schikane. Ducati-Privatier Lorenzo Baldassarri fordert mehr Respekt.
Der Balaton Park Circuit bietet mit mehreren engen Schikanen zwar viele Überholmöglichkeiten, doch gerade in den ersten Runden, wenn das Feld noch dicht zusammenliegt, sind die Nadelöre ein potenzieller Unfallschwerpunkt.
2025 löste Andrea Iannone im ersten Lauf einen Massensturz von sieben Piloten aus. Honda-Pilot Iker Lecuona zog sich einen Bruch des linken Handgelenks zu und verpasste deswegen drei Meetings. In diesem Jahr gab es im Superpole-Race eine ähnliche Situation, als Sam Lowes (Ducati) und Andrea Locatelli (Yamaha) kollidierten und Miguel Oliveira (BMW) in einer Kettenreaktion mit abgeräumt wurde.
«Manchmal müssen wir Piloten uns einfach etwas mehr zurückhalten – man gewinnt kein Rennen in den ersten zwei Runden», kommentierte Go Eleven-Pilot Lorenzo Baldassarri den Unfall. «In den letzten Rennen habe ich in der erste Runde immer etwas verloren, gerade weil ich zu viel riskiert habe. Für die Show mag das gut sein, aber es ist gefährlich. Für mich und für die anderen. In Ungarn habe ich meine Einstellung für den zweiten Lauf geändert, denn wenn ich gegen andere aggressiv fahre, tun die das auch bei mir. Ich denke, der gegenseitige Respekt ist sehr wichtig.»
Ducati-Privatier Baldassarri hatte in Ungarn ein gutes Wochenende. Nach einem Sturz im ersten Lauf fuhr der Italiener im Sprintrennen den dritten Platz und im zweiten Hauptrennen Platz 4 ein.
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