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Kolumne

Bergrennen Julbach: Nachahmer dringend gesucht

Wenn in einem Motorsportklub ein Vize-Bürgermeister das Sagen hat, dann sind auch, wie das Beispiel Julbach zeigt, kleine Wunder möglich. Nach 31 Jahren Pause wurde wieder ein Staatsmeisterschaftslauf veranstaltet.

Im Artikel erwähnt

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Hannes Plattner: Wo der Vize-Bürgermeister selbst ein Renngespann steuert, ist vieles möglich
Hannes Plattner: Wo der Vize-Bürgermeister selbst ein Renngespann steuert, ist vieles möglich
Foto: Ohner
Hannes Plattner: Wo der Vize-Bürgermeister selbst ein Renngespann steuert, ist vieles möglich
© Ohner

In Zeiten, in denen Überreglementierungen, Vorschriften und Verbote Organisatoren – nicht nur von Motorsportveranstaltungen – in die Knie und oft auch zur Aufgabe zwingen, grenzt es schon an ein kleines Wunder, dass eine Bergrennen nach 31 Jahren wieder wachgeküsst wird und sein Comeback feiert.

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Zum letzten Mal wurde in Julbach 1984 ein Lauf zur österreichischen Motorradmeisterschaft ausgetragen. Der Gesamtsieger war damals übrigens der Wiener Fritz Kerschbaumer, der 1979 beim verregneten 750er-WM-Lauf auf dem Österreichring mit den Plätzen 9 und 5 sogar zweimal in die Punkteränge fahren konnte.

Nach dieser sechsten Veranstaltung war vorerst Schluss, weil der damalige Bürgermeister der Motorsportveranstaltung in seiner sonst so beschaulichen Gemeinde im oberen Mühlviertel – Deutschland und Tschechien liegen nur einen Steinwurf entfernt – nichts Positives abgewinnen konnte.

Nach einer Gleichmäßigkeitsveranstaltung, die 2012 ein voller Erfolg war, wollte der etwa 90 Mitglieder umfassende MSC Julbach rund um Obmann Hannes Plattner endlich wieder ein "richtiges" Rennen organisieren. Was in vielen Gegenden in Österreich schon längst nicht mehr der Fall ist, im Mühlviertel wurden die Aktivitäten des rührigen Motorsportklubs von den Einwohnern der 1600 Seelen-Gemeinde begrüßt.

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Neben den Clubmitgliedern und vielen ihrer Angehörigen halfen weitere 200 Freiwillige aus anderen Vereinen beim Auf- und Abbau der Absicherung der 2,6 Kilometer langen Strecke von Filzmühle über Hochkraml nach Vorderschiffl. Über 3000 begeisterte Zuseher dankten diesem Einsatz mit ihrem Besuch. Auch die Fahrer ließen sich nicht zweimal bitten und zeigten viel Einsatz, manche sogar etwas zu viel.

Das Bergrennen Julbach hat mit einem motorsportbegeisterten Umfeld, einer selektiven Strecke und einem motivierten Organisationsteam alles, was man für den Erfolg benötigt. Wenn in Zukunft auch noch kleinere organisatorische Schwächen beseitigt werden, ist die Veranstaltung auf dem besten Weg sich zu einem Highlight im österreichischen Motorsport-Kalender zu werden.

Vielleicht könnten sich ach andere Motorsportvereine in Österreich an der Entschlossenheit und Risikobereitschaft des MSC Julbach ein Rennen zu organisieren ein Beispiel nehmen. In der Vergangenheit hat es genügend Bergrennen gegeben, die nur darauf warten, reaktiviert zu werden.

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