KTM AG: Effizienzmassnahmen und gute Verkaufszahlen
KTM weitet unter dem neuen Mehrheitseigentümer Bajaj das «Effizienzprogramm» aus – 500 Arbeitsplätze fallen weg, zwei Drittel betreffen den Standort Österreich. Die Verkaufszahlen sind ermutigend.
Die KTM AG schnallt mit dem Ziel der Effizienzsteigerung den Gürtel weiter enger – dies wurde von der Firmen-Mutter Bajaj Mobility AG kürzlich bekanntgegeben. Wie SPEEDWEEK.com berichtete, werden im Zuge des selbst auferlegten Effizienzprogrammes weitere 500 Jobs – hauptsächlich im Bereich Verwaltung – gestrichen. Zwei Drittel dieser Jobs betreffen laut KTM-Betriebsrat den Standort Österreich.
Beim Frühwarnsystem des Arbeitsmarktservice Oberösterreich wurde auf Grund der geplanten Kündigungen bereits eine Meldung eingebracht. Ein Teil der Jobs im mittleren Management soll durch natürliche Abgänge wegfallen, die von Kündigungen betroffenen Mitarbeiter werden Mitte Februar darüber in Kenntnis gesetzt. Für die betroffenen Personen steht eine Stiftung für die Automotive-Branche, die vom Land Oberösterreich und dem AMS getragen wird, mit mehr als 300 Plätzen bereit. Diese Plätze stammen noch aus jenem Arbeitsstiftungsprogramm, welches im Zuge der Sanierung Ende 2024 eingerichtet wurde.
KTM-CEO Gottfried Neumeister, der den AMA-Supercross-Triumph von Red-Bull-KTM-Ass Eli Tomac in Anaheim am Samstag hautnah miterlebte, sagt zu den Einsparungen in einer Aussendung: «Dieser Stellenabbau ist eine schwierige, aber notwendige Entscheidung, um unsere Kosten zu senken, Strukturen zu verschlanken und das Unternehmen damit langfristig stabil aufzustellen. Wir reduzieren in allen Bereichen an Komplexität – zum Beispiel bei unserer Modellpalette, in der IT und auch in der Organisation unserer Abteilungen, insbesondere durch die Herausnahme einer Führungsebene.»
Mit einem zukünftig verkleinerten Kernteam und deutlich geringeren Strukturkosten folge die KTM AG «dem Ziel der Simplifizierung und Fokussierung, um wieder zu einem der führenden Motorradhersteller der Welt zu werden», heißt es. Einige erfreuliche Eckdaten zu den Verkäufen 2025 wurden im Zuge der Effizienzmaßnahmen bereits kommuniziert. Bajaj Mobility erwartet für das Geschäftsjahr 2025 trotz Produktionsstillstand und Engpässen bei einigen Komponenten einen Konzernumsatz von gut 1 Milliarde Euro.
Im Detail: Der Absatz an Motorrädern ging demnach «nur» um 28 Prozent auf 209.704 Stück zurück. Grund dafür ist der deutlich gesteigerte Verkauf im zweiten Halbjahr 2025. Im Vergleich zum ersten Halbjahr 2025 bedeutet dies eine Zunahme um 60 Prozent. Der Lagerbestand wurde so um mehr als 100.000 Motorräder reduziert. Die vorläufigen Kennzahlen der Bajaj Mobility Gruppe für das Geschäftsjahr 2025 werden laut Mitteilung des Unternehmens am 29. Jänner 2026 veröffentlicht.
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