Daniel Spiller: «Bittere Pille, die ich schlucken muss»
Nach seinem Horrorcrash in Scheeßel meldete sich Daniel Spiller jetzt nach ein paar Tagen Funkstille über die sozialen Medien zurück. Ob seine Saison beendet ist oder nicht, ist momentan noch unklar.
Eines vorweg: Die Verletzungen, die sich Daniel Spiller beim Langbahn-Grand Prix in Scheeßel zugezogen hat, sind weniger gravierend als anfangs vermutet. Aber Rennen sind für den 27-Jährigen mit Wohnort Nürnberg erst einmal nicht angesagt. Heute hätte der Clubfahrer der MSV Herxheim eigentlich bei der Grasbahn-Europameisterschaft in Aduard (NL, Beginn 17 Uhr) antreten sollen, aber er fehlt dort ebenso, wie der in Scheeßel gleichfalls gestürzte Brite Andrew Appleton.
Was war passiert?
Beim GP auf der 1000m langen Hochgeschwindigkeitsbahn Eichenring hatte Spiller in Heat 12 schon mit großem Vorsprung das Feld angeführt. Doch dann stürzte der Brite Jake Mulford und der Lauf wurde abgebrochen. Im Rerun kam der Deutsche nicht so gut vom Start weg, geriet in Kurve eins von innen kommend in eine Rille, traf mit dem Vorderrad das Hinterrad des Franzosen Anthony Chauffour und stürzte schwer. Sein Motorrad wurde dabei in die Luft gewirbelt, schlug von oben auf die Airfences und von da aus in die Sicherheitszone.
Nach einer langen Behandlung durch Ärzte und Sanitätspersonal auf der Bahn, konnte der angeforderte Rettungshubschrauber dann ohne den Verunglückten wieder abfliegen. Spiller wurde mit dem Krankenwagen zur Untersuchung ins Rotenburger Krankenhaus gefahren.
Welche Verletzungen wurden festgestellt?
Nachdem dort anfangs ein gebrochener und zwei gestauchte Wirbel sowie ein gebrochener rechter Arm diagnostiziert worden waren, nahm man diese Diagnose nach weiteren Untersuchungen tags darauf in Bezug auf die Wirbelverletzungen wieder zurück, teilte das Team Spiller jetzt auf Facebook mit.
Am Dienstag ging es für Spiller mit dem Flugzeug von Bremen nach München und von da aus nach Landshut zurück, wo er von Spezialisten im dortigen Krankenhaus untersucht wurde. Dabei kam nach Aussagen Spillers anfangs heraus, dass sein Arm nicht gebrochen sei, aber der Daumen an der linken Hand. Eine dritte Untersuchung zeigte dann aber, dass sein rechter Arm doch einen leichten Bruch aufwies, der aber nicht operiert werden müsse.
Wie geht es weiter mit Daniel Spiller?
«Wie lange es dauern wird, bis ich wieder Rennen fahren kann, ist momentan noch unklar», so Spiller, «das ist eine bittere Pille, die ich schlucken muss, denn ich glaube ich könnte einen Platz unter den ersten Fünf der Weltmeisterschaft erreichen. Ob meine Saison jetzt beendet ist oder nicht, weiß ich noch nicht.»
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