Domi Aegerter für 2027 ohne Job: Hilft ihm Kawasaki, sich zu empfehlen?
Als Vorbereitung auf das letzte Saisondrittel in der Supersport-WM war das Kawasaki-Werksteam zwei Tage in Cremona beim Testen. Domi Aegerter braucht zur Zukunftssicherung dringend starke Ergebnisse.
Kawasaki und Dominique Aegerter sind mit großen Ambitionen in die Supersport-WM 2026 gestartet, gemeinsam sollte der Titel nach 2016 (Kenan Sofuoglu) endlich wieder zu den Grünen geholt werden. Was folgte, ist eine Saison weit hinter den Erwartungen und mit Enttäuschung auf beiden Seiten. Nach zwei Saisondritteln hat Kawasaki lediglich einen Podestplatz vorzuweisen: Jeremy Alcoba wurde im ersten Rennen in Donington Park hinter Tom Booth-Amos (Triumph) und WM-Leader Albert Arenas (AS Yamaha) Dritter. Aegerter kam bislang in keinem Rennen über Position 6 hinaus.
Bevor es Mitte Juli in die lange Sommerpause ging, erst Anfang September beginnt in Frankreich das letzte Saisondrittel, hat Kawasaki mit David Salvador seinen ersten Supersport-Werksfahrer für 2027 verlautbart, der 23-jährige Spanier führt derzeit die Sportbike-Weltmeisterschaft an.
Längst steht fest,
Aegerter glaubt: Endlich eine Basis gefunden
Kawasaki steckt den Kopf nicht in den Sand und testete am 27. und 28. August bei hohen Temperaturen in Cremona in Norditalien. Aegerter drehte rund 140 Runden und sagte: «Dieser zweitägige Test war nach der langen Sommerpause eine willkommene Gelegenheit. Es war wichtig, vor dem nächsten Rennen in einer Woche in Magny-Cours wieder in Schwung zu kommen. Wir hatten ein volles Programm, bei dem wir uns hauptsächlich mit der Motorbremse und den Dämpfungselementen beschäftigt haben. In beiden Bereichen ist es uns gelungen, deutliche Fortschritte zu erzielen. Wir haben nun eine gute Grundlage, auf der wir aufbauen können und die wir am Rennwochenende in Frankreich weiter verfeinern werden. Vor allem bin ich froh, wieder auf meinem Rennmotorrad zu sitzen, und kann es kaum erwarten, die Saison am kommenden Wochenende fortzusetzen. Vielen Dank an das Team, das diese beiden Tage ermöglicht hat, und an alle Jungs in der Box für ihre geleistete Arbeit.»
Aegerter braucht dringend starke Ergebnisse, um sich für 2027 zu empfehlen. Bruder Kevin, der sich seit vielen Jahren um das Management von Dominique kümmert, hat verschiedenen Optionen im Auge. Traditionell werden in Magny-Cours viele Weichen für die nächste Saison gestellt.
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