Daniel Holgado: Heute «arm pump»-Operation in Spanien
Daniel Holgado verspielte in der Moto3-WM einen 41-Punkte-Vorsprung, nicht zuletzt wegen «arm pump»-Problemen. Der WM-Fünfte verrät, warum er noch ein Jahr Moto3 fährt.
Noch fehlen viele Unterschriften auf den Verträgen für 2027. Und doch lässt sich ein konkretes Bild der Königsklasse im Jahr 1 mit 850 ccm zeichnen. Etliche Transfers von Topfahrern gelten als sicher.
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Daniel Holgado hatte im Sommer als Moto3-WM-Leader nicht weniger als 41 Punkte Vorsprung, doch er ist spätestens in Sepang aus dem Titelfight ausgeschieden, als er wegen des Highsiders von David Alonso aus dem Rennen gerissen wurde, stürzte und null Punkte kassierte. Doch der kräftige kleine Spanier, der von Tony-Cairoli-Manager Alberto Martinelli betreut wird, hatte längst entschieden, nächstes Jahr noch einmal in der Moto3-WM anzutreten – natürlich abermals mit dem Red Bull-KTM Tech3-Team von Hervé Poncharal.
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Sein WM-Debüt gab Daniel Holgado bereits beim Catalunya-GP 2021; als 15. sicherte er sich auf der CIP-KTM auf Anhieb einen WM-Punkt. Die zwei Grand Prix als Ersatz für den suspendierten Tech3-Fahrer Deniz Öncü beendete er 2021 in Misano und Portimão auf den Rängen 20 und 13. Die Moto3-GP-Saison 2022 begann für den begabten Rookie mit einem heftigen Rückschlag, denn Holgado musste Ende Januar im Hospital Universitari Dexeus von Barcelona am linken Bein operiert werden, weil er bei einem Trainingsunfall auf dem Motorrad eine Mehrfragmentfraktur des Schienbeins erlitten hatte.
Holgado, 2021 Junioren-Weltmeister im GASGAS-Aspar-Team und Gesamtdritter des Red Bull-Rookies-Cups, war 2022 im Red Bull-Ajo-Team beschäftigt und wechselte dann zu Tech3.
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Jetzt freut sich der Red Bull KTM-Pilot auf die kommende Saison und die Neu-Homologation der KTM RC4, die bereits im September beim Montag-Test in Barcelona zum Einsatz kam und von Testfahrer Efren Vazquez mitentwickelt wurde.
Noch fehlen viele Unterschriften auf den Verträgen für 2027. Und doch lässt sich ein konkretes Bild der Königsklasse im Jahr 1 mit 850 ccm zeichnen. Etliche Transfers von Topfahrern gelten als sicher.
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Holgado: "Ich bleibe noch ein Jahr in der Moto3, weil ich mit 18 Jahren noch jung bin. Dazu habe ich ein erstaunliches Team im Rücken, denn die Tech3-Mannschaft ist nicht nur sehr gut, ich fühle mich dort auch so gut aufgehoben wie in meiner Familie. Außerdem freue ich mich auf das neue Motorrad. Ich denke, 2025 werde ich dann in der Moto2-WM fahren. Denn ich muss dann in meiner Laufbahn den nächsten Schritt machen."
Holgados stärkste Kontrahenten Masià, Sasaki, Moreira und Öncü werden bereits 2024 in der Moto2-Klasse antreten. "Ich habe mir gut überlegt, was ich 2024 machen soll. Ich bin sehr froh über meine Entscheidung, denn Red Bull, KTM und Tech3 haben mir dabei sehr geholfen. Pit Beirer und Hervé Poncharal sind meine Chefs… Wir sind uns einig, ein weiteres Moto3-Jahr ist die beste Lösung für mich. Ich bin in einem Alter, in dem ich mit dem Klassenwechsel noch ein Jahr warten kann."
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Dani Holgado hat bereits im April, Mai und Juni über "arm pump"-Probleme geklagt und deshalb einige Top-Ergebnisse verspielt, aber er hat seine Beschwerden nie öffentlich gemacht. Erst im August und September rückte Hervé Poncharal gegenüber SPEEDWEEK.com mit dieser Neuigkeit heraus. "Im Herbst sind die Beschwerden besser geworden, aber ich habe in den letzten Rennrunden immer Probleme bekommen", sagt Holgado und bittet den Fragesteller, seinen rechten Unterarm zu berühren. Er fühlt sich so hart an wie Stein. "Ich habe mich entschieden, mich gleich nach dem Valencia-GP in Barcelona bei Dr. Mir an beiden Unterarmen operieren zu lassen, um für die nächste Saison beschwerdefrei zu sein", kündigte Holgado an. "Der Eingriff lässt sich jetzt nicht mehr vermeiden. Die Therapie hat die Symptome gemildert, aber nicht weggebracht." Ergebnis Moto3-Rennen, Valencia (26.11.):
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