Austin, Moto3: Vierkampf-Thriller endet mit Honda-Sieg durch Guido Pini!
Der GP-Renntag in Austin begann mit einem Moto3-Rennen der Extraklasse. In einem chaotischen Finale setzte sich erstmals Guido Pini durch. Maximo Quiles wurde Zweiter, Leo Rammerstorfer stürzte.
Die beiden WM-Spitzenreiter und Teamkollegen Maximo Quiles und Marco Morelli hatten beim dritten GP des Jahres in Austin eine Großaufgabe vor sich. Quiles war im Q2 bei seinem Einsatz in Austin nicht über Platz 8 hinausgekommen, Debütant Morelli musste das Rennen über 14 Runden sogar von Platz 18 beginnen. Der Argentinier Morelli hatte zudem eine Long-Lap-Strafe für Bummeln im Qualifying aufgebrummt bekommen.
Leichter hatten es Platz 3 und 4 der noch jungen Moto3-Tabelle. Rookie Veda Pratama, der in Goiânia vor einer Woche mit Platz 3 für sein Land Geschichte geschrieben hatte, machte sich auf Position 4 bereit. Alvaro Carpe (KTM Ajo) hatte von der Pole die beste Sicht auf die anspruchsvolle Strecke.
Besondere Aufregung herrschte vor dem Start im irischen Lager. Casey O’Gorman hatte sich als erster Pilot von der grünen Insel in die erste Startreihe eines Moto3-Felds gefahren. Genau andersherum erging es O’Gormans Teamkollege Rammerstorfer. Der Österreicher parkte die SIC58-Honda nur auf dem vorletzten und 24. Platz ein. Nicht am Start waren die beiden spanischen Moto3-Asse David Almansa und David Munoz. Beide Intact-Piloten fehlen verletzungsbedingt, als Ersatz ging Marcos Uriarte von Platz 21 in den GP.
Bei sehr guten Bedingungen – knapp 25 Grad wurden angezeigt – ging es zur Mittagsstunde unter blauem Himmel in die Aufwärmrunde. Lediglich ein wie schon an den beiden Trainingstagen lebendiger Wind blies als Störfaktor. Alle Youngster überstanden die 5,5 km lange Aufwärmübung.
Der Pole-Setter spurtete perfekt los und ging vor dem von Platz 3 gestarteten Valentin Perrone (Tech3) in die erste Kurve. Noch besser kam Quiles weg. Der Aspar-Schützling verbesserte sich durch Kurve 1 bis auf die dritte Position. Verlierer der ersten Meter waren die Honda-Piloten O’Gorman und Pratama auf 6 und 7.
An der Spitze versuchte das Red-Bull-KTM-Duo die Flucht, doch Quiles klemmte sich an und auch die Leopard-Racer Fernandez und Pini hielten das Tempo von Carpe mit. Als Pini die schnellste Runde in Umlauf 2 drehte, hatte sich die Fünfergruppe an der Spitze gefunden.
Tech3-Pilot Perrone übernahm die Führung, und Carpe wurde binnen Runde 3 ans Ende der Gruppe gereicht. In der Eingangsrunde 4 schob sich dann erstmals der von Marc Márquez geförderte Maximo Quiles auf Position 1. Als hätte es Q2 nie gegeben, stürmte der 18-jährige Spanier um den Kurs.
Zur Freude des Teams Honda Asia hatte derweil Veda Pratama die Lücke zur Spitzengruppe geschlossen, im Schlepptau Joe Esteban. Doch der Indonesier und der Spanier überstanden Runde 5 nicht. Pratama flog per Highsider ab, Esteban konnte nicht ausweichen, beide Moto3-Piloten blieben unverletzt.
Zur Halbzeit herrschte in der auf vier Fahrer geschrumpften Führungsgruppe Uneinigkeit. Quiles profitierte und ging in die zweite Hälfte mit einer halben Sekunde Vorsprung. Doch gerade als Quiles endgültig flüchten wollte, passierte dem Leader ein Fehler – und Pini, Perrone und Carpe waren wieder dran.
Und doch ließ sich Maximo Quiles nicht von seiner Mission abbringen. Auf KTM in CFMOTO-Farben startete der Spanier einen weiteren Versuch. Quiles drehte seine schnellste Runde und kam wieder 0,4 sec weg, doch Guido Pini, Alvaro Carpe und Valentino Perrone hielten mit.
In der vorletzten Runde wurde es turbulent. Quiles wurde überrumpelt und war nun nur noch Vierter. Im Finale sahen die Fans einen engen Vierkampf. Die Vorentscheidung fiel auf der fast 1,2 km langen Gegengeraden. Carpe bog vor Perrone und Quiles ab. Doch noch wilder wurde es auf den letzten Metern. In der Zielkurve behinderten sich Perrone und Carpe, Pini und Quiles schlüpften durch.
Leopard-Honda-Pilot Guido Pini holte seinen ersten GP-Sieg, 0,05 sec vor WM-Leader Maximo Quiles, Carpe und Perrone.
Lehrgeld in den USA zahlte Leo Rammerstorfer auch im Rennen. Der Honda-Rookie kämpfte tapfer um Platz 20, doch in Runde 7 stürzte die Hoffnung der deutschsprachigen Rennsportfans.
Den letzten WM-Punkt für Platz 15 holte Jesus Rios (Honda). Langen Applaus gab es für den besten Rookie. Rico Salmela brachte die zweite Tech3-KTM auf Rang 7 ins Ziel. Der aus Reihe 1 gestartete Casey O’Gorman stürzte drei Runden vor Schluss.
In der WM-Tabelle führt weiter Maximo Quiles. Alvaro Carpe (KTM Ajo) ist nun erster Verfolger des Aspar-Piloten.
Schon gesehen?
Newsletter
Motorsport-News direkt in Ihr Postfach
Verpassen Sie keine Highlights mehr: Der Speedweek Newsletter liefert Ihnen zweimal wöchentlich aktuelle Nachrichten, exklusive Kommentare und alle wichtigen Termine aus der Welt des Motorsports - direkt in Ihr E-Mail-Postfach