Austin-Krimi in Austin: Maximo Quiles taktierte wie ein Weltmeister
Maximo Quiles verpasst den Sieg beim Moto3-Rennen in Austin um 0,056 Sekunden. Trotz Platz 2 baut der Aspar-Pilot seine WM-Führung weiter aus und zeigt sich taktisch abgeklärt.
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Maximo Quiles stand beim Moto3-Rennen in Austin (USA) unmittelbar vor seinem nächsten Sieg – am Ende fehlten dem Aspar-Piloten lediglich 0,056 Sekunden. In einem packenden Vierkampf musste sich der Spanier nur knapp Leopard-Pilot Guido Pini geschlagen geben, der in der letzten Kurve ein chaotisches Finale zu seinen Gunsten nutzte.
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Quiles prägte das Geschehen im Rennen an der Spitze über weite Strecken mit. Immer wieder setzte er sich leicht ab, doch die Konkurrenz ließ sich nicht abschütteln. «Ich attackierte sehr hart und fuhr eine kleine Lücke zu den Fahrern hinter mir heraus. Doch sie waren schnell und fingen mich wieder ein», schilderte Quiles. Taktischer Schlagabtausch um den Sieg Das Rennen entwickelte sich zu einem taktisch geprägten Schlagabtausch, in dem sich mehrere Fahrer an der Spitze abwechselten. Quiles lieferte sich insbesondere mit dem späteren Sieger ein intensives Duell, bei dem beide ihre jeweiligen Stärken in unterschiedlichen Streckenabschnitten ausspielten.
In der Schlussphase wurde das Rennen zunehmend zur Nervenprobe. «In den letzten drei Runden spürte ich, dass das Motorrad etwas unruhig wurde. Deshalb ging ich es ruhig an und studierte die Linien der anderen Fahrer», erklärte Quiles seine Herangehensweise. Statt blind zu attackieren, setzte der Aspar-Pilot bewusst auf Strategie.
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Vor der letzten Runde lag Quiles aussichtsreich im Kampf um den Sieg, fiel jedoch im entscheidenden Moment kurzzeitig zurück und ging als Vierter in die finale Kurve. Dort überschlugen sich die Ereignisse: Während Alvaro Carpe ein hartes Manöver gegen Valentin Perrone startete und beide weit nach außen getragen wurden, nutzte Pini die Situation eiskalt aus und zog vorbei.
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Quiles hatte eigentlich einen klaren Plan für das Finale: «In der letzten Runde wollte ich richtig attackieren. Ich überholte Pini auf der Bremse. Dann wollte ich Perrone und Carpe im Kurvengeschlängel überholen, um mich dann in der letzten Kurve zu verteidigen. Doch Pini konterte und mein Plan ging deshalb nicht auf.» Dass es in der Schlusskurve turbulent werden würde, hatte der Spanier bereits erwartet: «Ich rechnete damit, dass es in der letzten Kurve ein großes Chaos gibt. Ich bereitete die Kurve sehr gut vor und beschleunigte sehr gut aus ihr heraus. Vielleicht hätte ich gewinnen können, wenn ich die Kurve noch besser vorbereitet hätte. Doch es war ein gutes Rennen.»
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Solide WM-Führung: Ab Jerez weniger Risiko? Trotz der hauchdünnen Niederlage konnte Quiles wichtige Punkte sammeln – und seine starke Form in der laufenden Saison unterstreichen. Mit 65 von 75 möglichen Punkten baute er seine Führung in der Weltmeisterschaft weiter aus. Hinter ihm folgen Carpe (42 Punkte) und Perrone (38), während Austin-Sieger Pini (36) auf Rang 4 vorrückte. Quiles bleibt trotz der komfortablen Ausgangslage fokussiert: «Ich gehe intelligent vor, weil ich gute Ergebnisse einfahren will, aber nicht wegen der Meisterschaft. Das ist noch weit weg. Ich will konstant punkten und konstant aufs Podium fahren.» Mit dieser Herangehensweise untermauert Quiles seine Rolle als bislang konstantester Fahrer der Saison – auch wenn der Sieg in Austin im allerletzten Moment noch aus der Hand glitt.
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