Philipp Öttl (2. Startplatz): «Podest ist möglich»
Philipp Öttl jagt heute im Moto3-WM-Lauf in Katar vom zweiten Startplatz los. «Ich will vorn dabei sein. Ich bin im fünften WM-Jahr. Ich muss abliefern», ist sich der Bayer bewusst.
Noch fehlen viele Unterschriften auf den Verträgen für 2027. Und doch lässt sich ein konkretes Bild der Königsklasse im Jahr 1 mit 850 ccm zeichnen. Etliche Transfers von Topfahrern gelten als sicher.
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Schon einmal stand Phillip Öttl in der ersten Startreihe eines Moto3-WM-Laufs – nach der Pole-Position 2016 in Austin/Texas. Das Rennen beendete er damals an vierter Position. Den bisher einzigen Podestplatz schaffte er bei gemischten Verhältnissen beim Reifenpoker in Indy 2015 – Platz 3 hinter Livio Loi und John McPhee.
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Beim Saisonauftakt in Losail/Katar brauste der bayerische KTM-Pilot aus dem Südmetall Schedl Racing Teams seines Vaters Peter Öttl auf den zweiten Startplatz. Da das Qualifying am Samstag wegen der nassen Fahrbahn ausfiel, wird für die Startaufstellung ("grid positions") in allen drei Klassen die Gesamtwertung aus den drei freien Trainings herangezogen.
Philipp Öttl (20), der seine fünfte Moto3-WM-Saison absolviert, ist der bestplatzierte Deutsche im Feld – Jonas Folger fährt als Achter los, Marcel Schrötter in der Moto2-Klasse als 14.
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Auch Jürgen Lingg, Teammanager bei Dynavolt Intact GP, befürwortete die Absage des Qualifyings am Samstag. "Das war richtig so", urteilte er. "Marcel und Sandro hätten es zwar gern probiert, die wollen halt fahren, aber das hat keinen Sinn gemacht, es war viel zu gefährlich. Anscheinend hätte man sowieso nur mit Regenreifen fahren können. Aber die hätten auch nichts genützt, denn das Wasser stand stellenweise richtig tief. Es war die genau richtige Entscheidung, die Samstag-Action abzublasen."
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"Ich finde es eine gute Entscheidung, dass am Samstag alles abgesagt wurde und das Ergebnis der drei freien Trainings als Startaufstellung genommen wird", erklärte Moto3-Teambesitzer Peter Öttl. "Das ist eine faire Lösung, nicht weil der Philipp jetzt auf Platz 2 liegt, sondern weil bei drei Trainings alle Fahrer die Möglichkeit hatten, ihre Leistung zu zeigen. Wir haben die Geschehnisse am Samstag auf den Bildschirmen verfolgt, wir sind sehr oft in die Boxengasse rausgegangen. Ich war auch in der Zielkurve, wir haben möglichst viele Informationen gesammelt, um für die Reifenwahl und die Abstimmung gewappnet zu sein, falls es doch noch losgegangen wäre. Das haben die anderen Teams auch gemacht."
Peter Öttl weiter: "Erstens ist zu viel Wasser über die Strecke gelaufen. Und zweitens war die Frage, wie ist das Fahren bei Dunkelheit auf nasser Fahrbahn? Das muss man getrennt sehen. Aber ein Fahren wäre nicht möglich gewesen, das wäre zur Lotterie geworden." Was ist heute vom Junior im Rennen zu erwarten? "In der Moto3-Klasse sind Voraussagen unmöglich", stellte der fünffache GP-Sieger (80 und 125 ccm) fest. "Ich mach' mir dazu gar keine Gedanken. Wir werden uns gut vorbereiten, dann wird der Philipp alles geben. Was dann rauskommt, keine Ahnung."
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"Ich habe nur im Fernsehen beobachtet, was passiert. Aber ich glaube, die Absage war die richtige Entscheidung, auch wenn sie einige Fahrer hart trifft", stellte Phillip Öttl fest. "Wenn du in manchen Kurven dreimal umlegen musst, weil du dauernd über nasse Flecken drüberfährst, ist das mit beiden Reifen ein Mist. Wir sind bei der Absage glücklich rausgekommen... Man hat uns immer Hoffnung gemacht, dass noch gefahren werden kann, es wurde eine lange Warterei." Was ist heute im Rennen drinnen? Philipp Öttl: "Mal schauen, was im Warm-up läuft. Ich bin voll motiviert und will auf jeden Fall vorn dabei sein. Ich bin in meinem fünften WM-Jahr. Ich muss abliefern! Ich schaue, dass ich angreife. Die Chance auf meinen zweiten GP-Podestplatz besteht, es ist alles möglich. Wir waren in allen drei Sessions gut dabei, deshalb stehen wir jetzt auf dem zweiten Startplatz. Ich werde das Maximum herausholen." Die kombinierte MotoGP-Zeitenliste nach drei Trainings: 1.Viñales (Yamaha) 1:54,316 min 2. Iannone (Suzuki) +0,532 sec 3. Márquez (Honda) +0,596 4. Zarco (Yamaha) +0,692 5. Dovizioso (Ducati) +0,726 6. Redding (Ducati) +0,769 7. Pedrosa (Honda) +0,797 8. Folger (Yamaha) +0,892 9. Crutchlow (Honda) +0,895 10. Rossi (Yamaha) +1,098 11. Petrucci (Ducati) +1,119 12. Lorenzo (Ducati) +1,145 13. Bautista (Ducati) +1,265 14. Baz (Ducati) +1,308 15. Aleix Espargaró (Aprilia) +1,318 16. Miller (Honda) +1,643 17. Abraham (Ducati) +1,687 18. Rins (Suzuki) +1,863 19. Rabat (Honda) +2,052 20. Barberá (Ducati) +2,409 21. Lowes (Aprilia) +2,538 22. Pol Espargaró (KTM) +2,800 23. Smith (KTM) +3,338
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