Racing Team Germany: Honda wird immer stärker
Saxoprint-RTG bekommt erst beim Katar-GP die letzte Entwicklungsstufe von Honda. Trotzdem reichte es beim Jerez-Test Efren Vazquez und John McPhee in die Top-6! Was Teamchef Heidolf sagte.
Und plötzlich war Honda da – als beim Jerez-Test viele Teams bereits das Material für den Saisonauftakt in Katar zusammenpackten, fuhren die Fahrer der neuen Werks-Honda NSF250RW am letzten Tag fast aus dem Nichts Rundenzeiten auf KTM-Niveau. Alex Márquez aus dem Estrella-Galicia-0,0-Team schloss den Test als Gesamtzweiter mit 0,100 sec Rückstand auf KTM-Star Jack Miller ab.
Das Racing Team Germany brachte gleich beide Piloten in die Top-6. Efren Vazquez als Fünfter, John McPhee mit 0,234 sec auf Miller direkt dahinter. Dabei wird HRC das Team Saxoprint-RTG erst beim Katar-GP mit dem neuesten Stand beim Material ausrüsten. In Jerez fuhren nur die beiden Werksfahrer Márquez und Alex Rins mit der neuesten Entwicklungsstufe von Honda, die unter anderem eine neue Auspuffanlage beinhaltete.
RTG-Teamchef Dirk Heidolf erklärte: "Wir warten noch immer auf Teile. Für uns war immer klar, dass wir bei den Tests nicht die endgültige Version der Motorräder haben werden. Ich glaube, dass wir erst in Katar besser sehen werden, wo wir wirklich stehen. Dort werden wir die Technik haben, die jetzt Monlau
(Anm.: Das Team Estrella Galicia 0,0 von Emilio Alzamora)
getestet hat. Diese scheint schon noch besser zu gehen. Wir haben aus den zur verfügbaren Sachen das Maximum herausgeholt. Wir hoffen, dass es sich gerade so ausgeht mit Katar. Wir werden dort keine grossen Experimente machen."
Bei Honda hatte während der Testfahrten im Winter das spanische Team klar Vorrang, die Kundenteams Saxoprint und Ongetta spielten nur die zweite Geige und bekamen beim ersten IRTA-Test in Valencia eine zweite NSF250RW erst nach zwei Tagen.
Heidolf: "Wir haben bisher wenige neue Teile. Wir haben einen Grundstock gekriegt von Honda, damit konnten wir jetzt mal arbeiten. Es kommt nun immer mehr und mehr dazu. Wir haben noch nicht viel getestet, wir haben die Motorräder erst in Valencia gekriegt. Im Prinzip fehlt uns noch ein Test. Aber wir stellen uns der Herausforderung, das ist wie voriges Jahr. Wir machen einfach unseren Job. Wir machen nichts Wildes und stellen nichts auf den Kopf, was nicht funktioniert."
Der RTG-Teamchef lobte auch Neuzugang Vazquez und den für ein weiteres Jahr verpflichteten Schotten John McPhee. "Man muss sagen, dass die Fahrer auch ihren Teil beisteuern. Efren hat sowieso viel Erfahrung, John hat auch ein Jahr mehr hinter sich. Sie sind wirklich ruhig und bringen keinen Stress rein, auch wenn es mal nicht funktioniert. Wenn was dabei war, dass dem Team oder dem Fahrer nicht gefallen hat, dann wurde eben wieder zurückgebaut. Sie behalten dabei völlig die Ruhe. Auf Fahrer, die dann austicken würden, hätte ich keine Lust. Es ist wichtig, dass alles harmonisch ist, auch Efren sagt immer, dass er sich wie in einer Familie fühlt. Ich will das auch so haben. Wenn man mal ein Problem hat, und das hat jeder irgendwann, kannst du einfach besser dagegen einwirken, wenn die Ruhe drin ist", erklärte Heidolf gegenüber SPEEDWEEK.com.
Moto3: Die kombinierte Zeitenliste vom Jerez-Test, 13. März
Moto3: Die kombinierte Zeitenliste vom Jerez-Test
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