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Lucas Coenen nach ihrem MXoN-Triumph: «Ich hatte Tränen in den Augen»

Erst im Zielbereich wurde das wahre Ausmaß des belgischen MXoN-Triumphs deutlich, denn MXGP-Lucas Coenen konnte sich kaum noch auf den Füßen halten und musste von seinem Bruder gestützt werden.

Motocross

Im Artikel erwähnt





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Die Belgier haben in Ernée bis zum Umfallen gekämpft. Das war auch notwendig, weil es am Ende zwischen Team Spanien und Belgien um einen oder zwei Punkte ging, also um einen Platz mehr oder weniger. Platz 12 von Sacha Coenen im ersten Rennen musste ihr Streichresultat werden, sonst wären die Belgier zurückgefallen. MXGP-Pilot Lucas Coenen kämpfte besonders im zweiten Lauf bis zum Äußersten. Wie sich erst nach dem Rennen herausstellte, war er weit von seiner normalen Form entfernt, denn er hadert weiterhin mit Problemen mit seiner in Foxhills verletzten Hüfte. Das erste Finale hatte er auf Platz 3 beendet. Im dritten Rennen lag er am Ende hinter seinem Teamkollegen Liam Everts auf Platz 5. Platz 4 und 5 mussten die Belgier unbedingt über die Ziellinie bringen, um den Sieg zu erringen.

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Lucas konnte kaum noch gehen

Das ganze Ausmaß der Qualen, die Lucas durchlitten hatte, wurde erst nach dem Ziel deutlich: Sein kleinerer Zwillingsbruder Sacha musste ihn stützen, weil sich Lucas selbst nicht mehr auf den Beinen halten konnte. Auf seinem Weg ins Paddock brauchte Lucas Unterstützung von seinem Mechaniker, damit er sich überhaupt fortbewegen konnte. So humpelte Lucas Coenen zur Siegerehrung.

Glaube versetzt Berge

Beim Siegerinterview gab Lucas zu, dass er noch vor einer Woche befürchtete, dass er das Rennen nicht durchhalten werde. «Ich habe geheult, weil ich nicht länger als 10 Minuten auf dem Motorrad ausgehalten habe. Aber Joel [Roelants] glaubte an mich und irgendwie habe ich die beiden Läufe über 30 Minuten überstanden.»

Ich habe geheult, weil ich nicht länger als 10 Minuten auf dem Motorrad ausgehalten habe.

Lucas Coenen

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Belgien, die stolze Motocross-Nation

Auch Stefan Everts hatte Tränen in den Augen, als sein Sohn Liam die Chamberlain-Trophy entgegennahm. Harry, Stefan und Liam haben nun die Trophäe gewonnen. Ernée 2026 wird nicht nur für die Everts-Dynastie, sondern für ganz Belgien ein unvergessliches Ereignis bleiben. Nach 13 Jahren haben sie das bedeutendste Rennen des Jahres wieder gewonnen und zu dieser Leistung kann man der stolzen Motocross-Nation Europas nur gratulieren. Sie haben gekämpft und diesen Erfolg mehr als verdient.

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