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Max Anstie (Husqvarna): «Es ist wie ein Traum»
Mit Siegen in beiden MXGP-Läufen gewann der Brite Max Anstie (Husqvarna) die Einzelwertung der MXGP-Klasse und hievte die Briten nach 20 Jahren wieder auf ein Nations-Podium.
Motocross der Nationen
Im Artikel erwähnt






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Dass das MXoN immer wieder für Überraschungen sorgt, ist bekannt. Aber dass ausgerechnet Max Anstie mit Siegen in beiden MXGP-Läufen die Einzelwertung des MXoN 2017 gewinnen würde, hatte niemand auf dem Zettel.
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Bei einem Heimrennen, das es für die Briten war, lastet ein besonders hoher Druck auf den Schultern der Piloten. Max Anstie ist dazu noch ein 450er Rookie. Vor zwei Jahren zog er sich beim Nationencross in Frankreich schwerste Rückenverletzungen zu und wäre beinahe im Rollstuhl gelandet. Als er im Qualifikationsrennen am Samstag am neunmaligen Weltmeister Antonio Cairoli vorbeiging, konnte man dies noch der Extraportion Motivation bei seinem Heimrennen zuschreiben. Als er mit einem Überrundeten während der Flugphase zusammenkrachte und böse abflog, stockte uns der Atem. Im ersten Lauf setzte sich der Lokalmatador gleich nach der ersten Kurve an die Spitze und zog unantastbar davon.
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Aber auch das hatte man in der Karriere des englischen Sandspezialisten schon öfter gesehen. Bekannt ist aber auch Ansties Inkonsistenz.
Doch der Sohn des früheren Grand-Prix-Fahrers Marv Anstie zeigte keine Nerven und gewann auch den dritten Lauf trotz eines Sturzes. In der letzten Runde kam ihm Jeffrey Herlings zwar noch einmal bedrohlich nahe, aber er rettete die Führungsposition über die Ziellinie und hievte das britische Team aufs Podium.
20 Jahre lang erreichten die Briten das Nations-Podium nicht mehr. Zuletzt 1997 erkämpfte Team UK in Nismes (Belgien) mit James Dobb, Marc Eastwood und Kurt Nicoll den dritten Platz beim Motocross der Nationen hinter Belgien und Italien. Die Einzelwertung gewann damals übrigens Pit Beirer, ebenfalls mit Siegen in beiden Läufen - vor Stefan Everts. "Es war schon immer mein Traum, ein MXGP-Rennen zu gewinnen. Nun habe ich das ausgerechnet beim prestigeträchtigsten Rennen erreicht", freute sich Anstie. "Ich kann es noch gar nicht richtig glauben. Aber hier vor dem Heimpublikum zu triumphieren, ist etwas Unvergessliches."
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