Ducati gelang der erste Sieg der Saison, doch alle Aprilia-Racer landeten in Jerez in den Top-6. Der Test endete mit drei Bikes aus Noale in Front. Eine Bestandsaufnahme nach dem MotoGP-Europaauftakt.
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Überraschende Neuigkeit von den ehemaligen GP-Piloten Martin Wimmer (51) und Ralf Waldmann (42): Sie wollen das seit Sommer 2008 stillgelegte und abgewirtschaftete MZ-Werk in Zschopau übernehmen.
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Das berichtet die neue Motorsport-Wochenzeitschrift SPEEDWEEK in ihrer aktuellen Ausgabe 12/2009, die jetzt im Zeitschriftenhandel erhältlich ist. Martin Wimmer, der von 1980 bis 1991 die 250er-WM bestritt und Werksfahrer bei Yamaha, Aprilia und Suzuki war, verhandelt seit November mit dem sächsischen Wirtschaftsministerium sowie Banken, um die Finanzierung sicherzustellen.
Wimmer will 2009 mit 55 Beschäftigten starten und 1000 Modelle vom 125-ccm-Viertakt-MZ-Motorrad bauen; dazu 3000 Roller mit 50 und 125 ccm, vorwiegend Viertakter, die in China erzeugt und in Zschopau montiert werden sollen.
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Das 1000-ccm-V2-Bike der Traditionsmarke MZ will Wimmer nicht neu auf den Markt bringen. "An diesem Projekt haben wir kein Interesse, die Marktchancen sind zu gering. Die Kosten sind nicht darstellbar", erklärt der Münchner, der seit einigen Jahren in China lebt.
Ducati gelang der erste Sieg der Saison, doch alle Aprilia-Racer landeten in Jerez in den Top-6. Der Test endete mit drei Bikes aus Noale in Front. Eine Bestandsaufnahme nach dem MotoGP-Europaauftakt.
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Wenn die Finanzierung bis 19. März gesichert ist, will Wimmer loslegen. Auf jeden Fall will er gemeinsam mit Ralf Waldmann eine MZ-KTM in der IDM 125 ccm einsetzen. Das neue IDM-Technik-Reglement ermöglicht nämlich den Wettbewerb zwischen 125-ccm-Zweitaktern und 250-ccm-Viertaktern. "Waldi hat mit Hilfe von Bosch einen 250er-Crossmotor von KTM auf knapp 60 PS getunt", schildert Wimmer, der ein spezielles Fahrwerk dazu patentieren liess.
MZ hatte nach der Wiedervereinigung dank Millionen-Zuschüssen der Treuhand und Investitionen der malaysischen Muttergesellschaft Hong-Leong in den 90er-Jahren unter Geschäftsführer Petr Korous mit hochtrabenden Pläne von sich reden gemacht. 1998 nahm MZ noch an der 500-ccm-Weltmeisterschaft teil, allerdings mit swissauto-V4-Motoren aus der Schweiz. Das Fahrwerk stammte von ROC in Frankreich. Die Piloten: Doriano Romboni und Eskil Suter. Ein Jahr später nannte sich das Team MZ-Weber und trat mit Luca Cadalora und Jürgen van den Goorbergh an. In diesem Jahr konstruierte der Schweizer Eskil Suter die neuen Fahrwerke. Der Niederländer van den Goorbergh erreichte mit der MZ-Weber in der Königsklasse zwei Pole-Positions!
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