Aleix Espargaró (Platz 1): «Das Bike ist nicht gut»
Aprilia-Werkspilot Aleix Espargaró (33) sicherte sich am Freitag in Argentinien die Tagesbestzeit. «Es ist verrückt, der Griplevel ist sehr, sehr niedrig», seufzte er.
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Platz 2 am Vormittag, Bestzeit am Nachmittag: Für Aprilia-Star und Vorjahressieger Aleix Espargaró hätte es am ersten Tag auf dem 4,806 km langen Autódromo Termas de Río Hondo mit seinen neun Rechts- und fünf Linkskurven nicht viel besser laufen können. Er verpasste zwar den Rundenrekord von Marc Márquez, der seit 2014 bei 1:37,683 min liegt. Denn Aleix reichte im zweiten freien Freitag-Training zum "Gran Premio Michelin de la República Argentina" die Marke von 1:38,518 min (= 175,6 km/h) für die Bestzeit.
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"Insgesamt bin ich happy", strahlte der zweifache Familienvater, der in Andorra wohnt. "Ich hatte schon vor meiner Ankunft hier viel Selbstvertrauen. Aber du wirst dann auch von Zweifeln beschlichen, denn du weisst nie. Es ist ein anderes Jahr, eine andere Saison, ein verändertes Motorrad. Und das Leven des ganzes Startfelds ist super hoch. Aber wir konnten heute bestätigen, dass unser Motorrad hier wieder sehr gut funktioniert."
"Ich war in der Früh im FP1 noch etwas vorsichtig, ich wollte es nicht übertreiben. Denn ich habe mich an meinen Fehler von Silverstone 2022 erinnert, als ich extrem schnell war, aber dann die Gelegenheit zum Titelgewinn in England verpasst habe. Deshalb bin ich heute in der Früh etwas gelassener geblieben, dafür habe ich im FP2 mehr gepusht. Ich war am Freitag mit den gebrauchten Reifen sehr schnell, gleichzeitig aber auch mit frischen Reifen über eine einzelne schnelle Runde."
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Espargaró weiter: "Die Frage, warum die Aprilia hier so konkurrenzfähig ist, kann ich beim besten Willen nicht beantworten. Ich verstehe es nicht, ich weiß es nicht. Das Bike ist hier nicht gut, ehrlich nicht. Unser Motorrad ist hier einfach weniger schlecht als die anderen. In Portimão habe ich mich zehnmal besser gefühlt. Dort hatten wir Grip, das Turning war einwandfrei, das Bremsverhalten auch. Hier fährst du die ganze Zeit wie auf Eis. Du slidest und slidest. Es ist verrückt! Aber schaut euch die TV-Bilder an: Die anderen Bikes hinterlassen einen noch schlimmeren Eindruck."
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"Der Griplevel hier ist sehr, sehr niedrig. Ich habe bei meiner ersten ‘time attack’ im FP1 mit den Reifen einige Probleme gehabt", berichtete Aleix. "Ich habe die Runde abgebrochen und bin zurück an die Bix gefahren: Dort habe ich zu meinem Crew-Chief gesagt: ‘Es ist verrückt. Ich kann mit den frischen weichen Reifen nicht unter 1:39 min fahren.’ Dabei bin ich letztes Jahr mit gebrauchten Reifen im Warm-Up sieben Runden in 1:38 in gefahren. Heute musste ich mit dem zweiten weichen Hinterreifen im FP2 viel riskieren, um unter 1:39 min zu kommen."
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