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Ken Roczen (Suzuki) über den möglichen US-Titel: «Bleibe auf meinem Weg»

Ken Roczen (Suzuki) hat in Cleveland den vierten Sieg 2026 errungen und ist jetzt bis auf einen Punkt an Tabellenführer Hunter Lawrence (HRC) herangekommen. Jetzt beginnt die entscheidende Phase.

US-Supercross

Im Artikel erwähnt



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Ken Roczen hat in Cleveland zum vierten Mal in dieser Saison in der Königsklasse des Supercross gewonnen und konnte seinen Rückstand zu Tabellenführer Hunter Lawrence binnen einer Woche von 10 auf einen Punkt verkürzen.

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Roczens clevere Taktik

Tabellenführer Hunter Lawrence (Honda) war im Qualifying von Cleveland der Schnellste. Damit war der Australier mental im Vorteil. Schon im ersten Finale des Triple-Crown-Events kam es zum Showdown zwischen den beiden Titelanwärtern. In den ersten Runden konnte Roczen Hunters Pace mitgehen, dann fiel er zurück. Besser gesagt: Er ließ sich zurückfallen, denn bei einem Triple-Crown-Event ist am Ende des Tages Konstanz über 3 Rennen gefragt. Hunter schien nach Bestzeit im Qualifying und dem erfolgreichen ersten Lauf zu glauben, dass er die Sache im Griff hatte, doch Roczen war am Ende des ersten Laufs mental schon im zweiten Rennen.

Der entscheidende zweite Lauf

Der entscheidende Teil geschah im zweiten Finale von Cleveland. Obwohl Ken keinen perfekten Start erwischte, kämpfte er in diesem Rennen um jeden Platz und um jeden Punkt. Er hatte es mit Kontrahenten zu tun, die bekanntermaßen schwer zu überholen sind: Cooper Webb und Chase Sexton. Nachdem er sie beide schon überholt hatte, konterten sie zunächst erfolgreich. Ken wusste, dass es hier ums Ganze ging und er schaffte es, sich am Ende wieder zurückzukämpfen und in den letzten Runden konnte er sogar die Lücke zum führenden Justin Cooper schließen. Hunter Lawrence war nach mäßigem Start über Rang 5 nicht hinausgekommen. Das war der Moment, an dem das Rennen eine Wendung vollzog.

Mindset war entscheidend

Vor dem dritten Lauf wusste Ken, dass er Hunter auf dieser Strecke schlagen konnte. Im zweiten Lauf hatte sich gezeigt, dass die Zweikämpfe seinen eigenen Rhythmus stören. Für Ken war es nun wichtig, dass er seinen eigenen Stiefel fahren konnte.

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«In der Einführungsrunde habe ich mir schon die Linien angesehen und ich wusste, welche Sprungkombinationen ich nehmen werde», erklärte er seine Strategie. «Das ist der Weg, Rennen zu gewinnen. Aber es ist so wichtig, den Fokus niemals zu verlieren.»

Ken konzentrierte sich auf diese Aufgabe und gewann den Start zum 3. Finale. Schon in der ersten Runde konnte er dem Feld an der Spitze enteilen. Die gegenteilige Situation beobachteten wir bei Hunter Lawrence: Er war nach dem zweiten Lauf in der Defensive und es folgte ein weiterer schlechter Start. Hunter haderte von Anfang an mit Sichtproblemen und sah seine Siegeschancen schwinden. In der Folge riskierte er zu viel und stürzte in den Whoops – übrigens an jener Stelle, die Eli Tomac im Qualifying zum Verhängnis wurde.

Bei diesem Crash wurde sein Tankentlüftungsschlauch abgerissen. Kraftstoff spritzte aus dem Tank. Hunter hatte danach also noch größere Sichtprobleme, denn der Kraftstoff spritzte auch an seine Brille. Nach einem weiteren Sturz wurde Lawrence von Ken Roczen später sogar überrundet. Platz 14 war für ihn am Ende nur noch Schadensbegrenzung. Hunter beendete das Rennen mit einem 1-5-14-Ergebnis auf Platz 6 der Gesamtwertung.

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Lawrence von Roczen überrundet

«Ich konnte es fast nicht glauben, als ich an ihm vorbeiging», erinnert sich Roczen in der Pressekonferenz nach dem Rennen, als er darauf angesprochen wurde. «Ich meine, es kann jedem von uns passieren. Wir können diese Probleme bei jedem Triple Crown bekommen, besonders im Schlamm. Aber ehrlich gesagt hatte ich keine Ahnung. Ich war auf dem Weg zum Laufsieg, aber ich wusste nichts über die Punktsituation.»

9 Punkte in einem Rennen aufgeholt

«Es gab noch 4 Rennen und ich hatte 10 Punkte Rückstand. Die Leute dachten, dass das viel ist. Ich meinte nicht, dass es viel war. So schnell kann sich alles ändern. Deshalb bleibe ich auf meinem Weg. Es geht ums Gewinnen und wenn das nicht erreichbar ist, muss ich Schadensbegrenzung betreiben.»

Supercross spannend wie selten

Somit spitzt sich die Lage am Saisonende bei nur noch 3 Rennen weiter zu. Für Ken Roczen bietet sich jetzt die Chance seines Lebens, den wichtigsten Supercross-Titel zu gewinnen. Er war noch nie so nah dran wie in diesem Jahr. Aber es liegt noch ein weiter Weg vor ihm und die kommenden Wochen werden entscheidend, denn auch für Hunter Lawrence ist der Titelgewinn eine einmalige Chance.

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Meisterschaftsstand nach Event 14 von 17:

  1. Hunter Lawrence (AUS), Honda, 286

  2. Ken Roczen (D), Suzuki, 285, (-1)

  3. Cooper Webb (USA), Yamaha, 264, (-22)

  4. Eli Tomac (USA), KTM, 255, (-31)

  5. Justin Cooper (USA), Yamaha, 233, (-53)

  6. Chase Sexton (USA), Kawasaki, 180, (-106)

  7. Joey Savatgy (USA), Honda, 176, (-110)

  8. Malcolm Stewart (USA), Husqvarna, 160, (-126)

  9. Justin Hill (USA), KTM, 148, (-138)

  10. Jorge Prado (E), KTM, 147, (-139)

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Pos

Fahrer

Fahrer

Start Nr

Runden

Zeit

Bestzeit

Punkte

01

Ken Roczen

Ken Roczen

94

0

0,000

0,000

25

02

Cooper Webb

Cooper Webb

1

0

0,000

0,000

22

03

Justin Cooper

Justin Cooper

32

0

0,000

0,000

20

04

Chase Sexton

Chase Sexton

4

0

0,000

0,000

18

05

Joey Savatgy

Joey Savatgy

17

0

0,000

0,000

17

06

Hunter Lawrence

Hunter Lawrence

96

0

0,000

0,000

16

07

Malcolm Stewart

Malcolm Stewart

27

0

0,000

0,000

15

08

Justin Hill

Justin Hill

46

0

0,000

0,000

14

09

Dylan Ferrandis

Dylan Ferrandis

14

0

0,000

0,000

13

10

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Shane McElrath

12

0

0,000

0,000

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