Speedway-Team-EM ohne Deutschland: Kaum Interesse bei den Fahrern
Ohne deutsche Beteiligung fanden die Halbfinalrennen zur Speedway-Team-EM in Pardubitz statt. Dänemark, Schweden und Lettland setzten sich durch, auch weil die Ukraine Nazar Parnitskyi kaum nutzte.
Auf der Speedwaybahn in Pardubitz wurden parallel die beiden Halbfinals zur Team-Europameisterschaft ausgetragen. In der Gruppe A dominierten die Dänen, obwohl die Truppe bereits im ersten Durchgang Anders Thomsen verlor, der nach einem Sturz ebenso wie der Norweger Mathias Pollestad nicht mehr antreten konnte. Thomsen vermeldete nach dem Rennen, dass er sich drei Rippen gebrochen hat. Für ihn kam Villads Nagel zum Zug und war mit 13 Punkten ein gleichwertiger Ersatz.
In der Gruppe B siegten die Schweden mit 39 Punkten nicht ganz so überlegen. Die Letten und Tschechen lieferten sich über die Renndistanz ein Kopf-an-Kopf-Rennen, zugleich lief für die später zweitplatzierten Letten ein Duell mit den Ukrainern aus der ersten Gruppe, da neben den Siegern auch das zweitplatzierte Team mit den meisten Punkten ins Finale einzieht.
Schlechte Taktik der Ukraine
Vor dem letzten Lauf der Gruppe B hatten die Ukrainer in der Gruppe A nach einem Finalsturz von Marko Levishyn 34 Punkte, Lettland und Tschechien hielten bei 32 und 31 Punkten. Andzejs Lebedevs wurde mit einem Laufsieg zum lettischen Helden, da er das Punktekonto auf 35 erhöhte, was den zweiten Platz vor Tschechien sicherte und Lettland dadurch außerdem einen Punkt mehr hatte als die Ukraine. Die Ukrainer hatten Nazar Parnitskyi auf der Reserveposition aufgeboten, brachten ihren stärksten Fahrer unverständlicherweise aber nur zweimal, anstatt ihn taktisch einzusetzen.
Während im Finale am 9. Mai in Rzeszow die gesetzten Polen auf Dänemark, Schweden und Lettland treffen, hat Deutschland auf die Teilnahme verzichtet. «Bei der Team-Europameisterschaft und auch der U24-Team-EM mussten wir im letzten Jahr betteln, dass wir Fahrer finden, die dahinfahren. Deshalb haben wir in diesem Jahr entschieden, nicht dabei zu sein. Wir wollen bei den Wettbewerben mit einer vernünftigen Mannschaft antreten. Das war letztes Jahr nicht immer so, das hat man auch an den Misserfolgen gesehen», erklärte Teammanager Sascha Dörner auf Anfrage von SPEEDWEEK.com.
Ergebnisse Speedway-Team-EM, Halbfinals, Pardubitz/CZ:
Gruppe A:
Qualifiziert für das Finale:
1. Dänemark, 57 Punkte: Rasmus Jensen 15, Mikkel Michelsen 15, Anders Thomsen N, Frederik Jakobsen 14, Villads Nagel 13
Ausgeschieden:
2. Ukraine 34: Andrii Rozaliuk 7, Roman Kapustin 4, Marko Levishyn 10, Stanislav Melnychuk 9, Nazar Parnitskyi 4
3. Slowenien 21: Mativ Ivacic 5, Anze Grmek 7, Gregor Zorko 3, Sven Cerjak 6
4. Norwegen 19: Mathias Pollestad N, Truls Kamhaug 3, Glenn Moi 8, Lasse Fredriksen 7, Magnus Klipper 1
Gruppe B:
Qualifiziert für das Finale:
1. Schweden, 39 Punkte: Oliver Berntzon 9, Kim Nilsson 9, Jacob Thorssell 8, Fredrik Lindgren 11, Erik Persson 2
2. Lettland 35: Andzejs Lebedevs 15, Daniils Kolodinskis 8, Jevgenijs Konstigovs 7, Francis Gusts 5, Damirs Filimonovs 0
Ausgeschieden:
3. Tschechien 32: Vaclav Milik 5, Jan Kvech 6, Daniel Klima 3, Adam Nejezchleba 2, Adam Bednar 16
4. Frankreich 25: David Bellego 11, Dimitri Bergé 10, Steven Goret 0, Mathias Trésarrieu 0, Tino Bouin 4
Schon gesehen?
Newsletter
Motorsport-News direkt in Ihr Postfach
Verpassen Sie keine Highlights mehr: Der Speedweek Newsletter liefert Ihnen zweimal wöchentlich aktuelle Nachrichten, exklusive Kommentare und alle wichtigen Termine aus der Welt des Motorsports - direkt in Ihr E-Mail-Postfach