Bagnaia (Ducati) und Quartararo (Yamaha) die Schnellsten im Sachsenring-Q1
Vor dem letzten Qualifying ging es auf dem Sachsenring um zwei weitere Teilnehmer des Q2. Mit Pecco Bagnaia und Fabio Quartararo setzten sich Werksfahrer durch. Startplatz 18 für Toprak Razgatlioglu.
Dank der enormen Leistungsdichte, bedingt auch durch den nur 3,67 km kurzen Sachsenring, hatten am Freitag große MotoGP-Namen den direkten Einzug ins zweite Qualifying verpasst. Auf dem technisch verwinkelten Kurs zwischen Hohenstein-Ernstthal und Oberlungwitz ist das Überholen eine noch größere Herausforderung, eine bestmögliche Ausgangsposition entsprechend noch wichtiger.
Mit auf die Strecke im ersten Qualifying ging mit Pecco Bagnaia ein vormaliger Sieger des Deutschland-GP – 2024 hatte der Italiener triumphiert. Im Zeittraining hatte Bagnaia mit Problemen zu kämpfen und als 13. abgeschlossen. Geärgert hatte sich auch KTM-Pilot Enea Bastianini. Der Tech3-Athlet lag solide in den Top 10, stürzte aber im Finale der Session und verpasste das Q2 um wenige Tausendstel. Auch die Markenkollegen Brad Binder und Maverick Viñales mussten den Weg über das erste Qualifying gehen.
Um kurz vor 11 mussten dazu beide Yamaha-Werksfahrer (Quartararo und Rins), beide Honda-Werksfahrer (Mir und Marini) sowie die beiden MotoGP-Neueinsteiger Toprak Razgatlioglu (Pramac-Yamaha) und Diogo Moreira (LCR-Honda) in die erste Qualifikation. Für den Brasilianer Moreira stand bereits vorher fest, dass es nach der Qualifikation eine Reihe zurückgeht – der Moto2-Weltmeister hatte eine Grid-Strafe für Bummeln kassiert.
Wenig überraschend war es Pecco Bagnaia, der die erste Richtmarke von 1:19,954 min setzte. Bagnaia hatte sich auch im FP2 als Dritter gut zurechtgefunden. Hinter dem Italiener landeten nach der ersten Zeitattacke die Honda-Piloten Mir und Moreira, dann der berühmte Qualifyer Fabio Quartararo auf der Yamaha M1. Zur Halbzeit der 15-minütigen Session waren die ersten vier durch 0,19 Sekunden getrennt. Bastianini dagegen hatte als Siebter 0,4 Sekunden verloren.
Sieben Minuten vor der Flagge hatten sich alle 12 Piloten einen frischen, soften Michelin-Slick montieren lassen. Bagnaia, bereits im ersten Lauf weniger als eine Sekunde vom Rundenrekord entfernt, konnte nochmals nachlegen. Mit seiner 1:19,753 min lag die Ducati mit der Nummer 63 klar in Front vor Mir und Moreira. Während Bagnaia ein weiteres Hundertstel abfeilte, schob sich Fabio Quartararo auf den begehrten zweiten Platz. Der Franzose bog ab in die Box und hoffte, die Session mit dem Q2-Zugang zu verlassen.
In den letzten drei Minuten rannte Luca Marini (Honda) zu einer neuen Bestzeit an, verlor aber viel Zeit im letzten Sektor. Mehr als Platz 4 war nicht drin für Rossi-Halbruder. Auch Enea Bastianinis Versuche verpufften. «La Bestia» muss damit beide Rennen von Platz 17 direkt vor Rookie Toprak Razgatlioglu starten. Moreira war eine halbe Sekunde schneller – Startplatz 15.
Erleichterung dagegen bei Pecco Bagnaia und Fabio Quartararo, die sich umgehend auf das Q2 vorbereiteten.
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