Alex Marquez zum neuen Format: «Akzeptieren oder die MotoGP verlassen»
Gresini-Ducati-Fahrer Alex Marquez sprach vor dem MotoGP-Event in Indonesien über die Funktion der Reifen. Er hat eine klare Meinung, was den neuen Ablauf der Rennwochenenden ab 2027 angeht.
Die MotoGP-WM schlägt an diesem Wochenende auf dem Mandalika International Street Circuit in Indonesien auf. Dort war Aprilia 2025 dominierend, konnte diese Stellung aber im Hauptrennen am Sonntag nicht in einen Rennsieg ummünzen – den Grand Prix gewann Gresini-Ducati-Pilot Fermin Aldeguer. Für dessen Teamkollege Alex Marquez gilt es in diesem Jahr, das turbulente Motegi-Wochenende mit einer doppelten Long-lap-Strafe nach dem von ihm verschuldeten Sprint-Crash abzuhaken und wieder in die Spur zu finden.
«Hier ist wieder alles anders als in Motegi. Wir müssen schauen, wie wir uns auf den Hinterreifen einstellen können. Wir wollen keine Fehler machen und unser Potenzial voll ausspielen. Wir wollen die Pace haben, um ein gutes Resultat zu schaffen», bekräftigte der jüngere der Marquez-Brüder.
Spannend: Was die unterschiedlichen Karkassen und Mischungen der Hinterreifen betrifft, kam selbst er durcheinander: «Der neue Asphalt hat uns geholfen in Motegi, der Medium-Reifen war auch relativ weich in Motegi. Hier haben wir eine andere Karkasse – es ist die mit dem Kürzel ‘A-N’, oder nicht? Jedenfalls geht es hier mehr um den Grip auf der Reifenkante. Auch das Grip-Level ist hier ziemlich anders als zum Beispiel in Österreich.»
Zu den Änderungen im Ablauf eines MotoGP-Wochenendes ab 2027 musste Alex Marquez nur milde lächeln. Dazu meinte er: «Es wird die Entscheidungen nicht ändern, wenn wir diesbezüglich unsere Meinung kundtun. Es geht nur darum, es zu akzeptieren oder die MotoGP-WM zu verlassen. Wir werden mehr Zeit auf der Piste sein und es wird auch mehr Risiko geben. Es ist, wie es ist – wir müssen es akzeptieren und können da nicht viel tun.»
Alex Marquez: «Es ist unmöglich, 22 Fahrer auf eine Linie zu bringen»
AM73 strich heraus, dass es auch bei den Fahrern kaum einen gemeinsamen Nenner geben würde: «Es ist unmöglich, 22 Fahrer auf eine Linie zu bringen. Es wird immer andere Meinungen geben. Es gibt auch immer wieder etwas Druck von den Herstellern in die eine oder die andere Richtung. Wir haben alle unsere Verträge und das macht die Sache recht schwierig. Wenn man das Format ändert, dann muss man es tun, bevor die Verträge unterschrieben sind.»
Wäre es zumindest möglich, das Warm-up in der gewohnten Form zurückzubekommen? «Das Warm-up ist mehr dafür gedacht, wenn man am Samstag stürzt und das Bike noch einmal checken muss», stellte Alex Marquez klar. «Für mich ist es nicht wirklich notwendig. Wir haben 2027 dafür mehr Zeit, um in die Startaufstellung zu kommen. Es wird für alle Fahrer gleich sein – wir müssen das akzeptieren.»
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