Alex Marquez zu Fahrer-Gewerkschaft: «Werde nicht mehr davon profitieren»
Im Vorfeld des MotoGP-Events von Malaysia sprach Gresini-Pilot Alex Marquez bereits über das danach anstehende Rennwochenende in Katar. Der Unmut gegen dessen Durchführung vereint das Fahrerfeld.
«Wir haben keine Macht.» Alex Marquez fasst zusammen, was eine Reihe von MotoGP-Fahrern in den letzten Wochen so oder ähnlich immer wieder anmerkten. Das direkt nach dem Rennwochenende in Malaysia anstehende MotoGP-Event in Katar wirkte zuletzt als Katalysator für den erneuten Anlauf einer Gewerkschaftsgründung durch das Fahrerfeld. Die Piloten können derzeit einzeln kaum Einfluss ausüben auf relevante Entscheidungen, wie die anstehende zur Ausführung des Rennwochenendes in einem militärischen Krisengebiet.
Durch die politische Gemengelage im Nahen Osten infolge des Irankriegs gilt eine Durchführung des MotoGP-Events auf dem Lusail International Circuit als riskant. Den Fahrern fehlte zuletzt jedoch Einfluss dagegen. Die MotoGP-Promoter haben ihre Verträge mit den Teams, diese üben Druck auf die Fahrer aus. Bei einem Medientermin in Malaysia sprach der Gresini-Pilot über die Stimmung unter den Piloten, als er anmerkte: «Wir ziehen mehr an einem Strang als in der Vergangenheit. Viele der Fahrer denken gleich über das Thema. Vielleicht nicht alle, aber die meisten.»
MotoGP-Fahrergewerkschaft bleibt ein Projekt für die Zukunft
Dass das Projekt «Fahrergewerkschaft» ein langfristiges ist, ist dem Mann mit der 73 bewusst: «Ich bin jetzt 30 Jahre alt und werde wahrscheinlich nicht mehr stark davon profitieren, aber für die jungen Piloten, die jetzt zu uns in die Serie kommen, würde ich mich freuen, wenn wir das hinbekommen.»
Der Katalane bestätigte dabei, dass es sich nicht um den ersten Anlauf handelt, eine Vereinigung der Piloten in Stein zu meißeln: «Wir haben das vor ein paar Jahren schon einmal probiert. Damals war es seltsam unter uns Piloten. Aber durch die Ereignisse zuletzt glaube ich, dass jeder im Feld realisiert hat, dass wir die Gewerkschaft brauchen.»
Der aktuelle Stand zum Rennwochenende nach Malaysia bleibt dabei laut Marquez unverändert: «Es hat sich nichts getan. Aktuell ist das Event bestätigt.» Nur vier Tage nach dem Fallen der Zielflagge in Sepang stehen die ersten Termine auf dem Lusail International Circuit an.
Sportlich gab es mit Blick auf den Malaysia-GP nichts zu berichten. Noch nicht – denn Alex Marquez siegte nicht nur im vergangenen Herbst in Sepang, der Gresini-Pilot setzte mit einer 1:56,4 auch die Bestzeit beim großen Wintertest 2026. «AM73» könnte damit zugleich Unterstützer, aber auch Punkteräuber für Bruder und
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