Tom Eder sperrt sein IDM-Team zu – Erinnerungen an Gradinger und Steinmayr
Die Partys im Team Eder sind bis heute legendär. Auch sportlich hat der Auftritt des Bayern gepasst. Doch nach 2026 ist Schluss. Der Einsatz wurde zu zeitintensiv und zu teuer.
«So, das war mein letztes Rennen», erklärte Tom Eder nach dem Finale der Euro Moto, die jetzt wieder IDM heißt, auf dem Hockenheimring. Nach der abendlichen Sause, das Team Eder ist für seine Feier-Fähigkeiten im IDM-Fahrerlager bekannt, packte Eder dann seine Sachen. Nur um aufs nächste Rennen zu fahren. Sein eigenes Team in der IDM Supersport macht der Bayer abere tatsächlich dicht. Er selbst wird noch bei der Seitenwagen-Abteilung zu sehen sein, wie zuletzt beim Sidecar-Festival in Oschersleben.
Eigenes IDM-Team wurde zu teuer
Im Jahr 2021 hatte Eder das Team gegründet und mit dem Österreicher Thomas Gradinger in die IDM Supersport geschickt. Der inzwischen 41 Jahre alte Eder stieg erst später persönlich aufs Motorrad. Doch jetzt geht ihm schlicht die Zeit aus. «Ich kriege nicht mehr alles unter einen Hut gebracht», so seine Ansage. «Meine Firma, die Trackdays und dazu dieses Jahr die Euro Moto. Der Aufwand ist der Wahnsinn. Auch finanziell ist das inzwischen zu teuer und ohne großen Sponsor nicht mehr zu stemmen. Ich habe reichlich eigenes Geld verbrannt, das darf man gar nicht zusammenzählen.»
«Aber ich habe die Entscheidung, hier mitzumachen nie bereut», fügt er rasch an. «Es war eine schöne Zeit. Mit Thomas Gradinger, der zuerst als einziger Fahrer im Team war. Und mit Philipp Steinmayr. Später waren es dann drei Fahrer. Ich habe ja alles an Equipment. Den Auflieger, die Boxeneinrichtung, der Prüfstand, die Werkstatt.» Obendrauf kam dann noch das Seitenwagen-Engagement.
Man sollte mich nicht provozieren, das endet meistens in einer Katastrophe.Tom Eder
In den Jahren 2014 und 2015 versuchte sich Tom Eder im damaligen Yamaha R6 Cup selbst. «Doch dann explodierte meine Firma und ich hatte viel zu tun», erinnert sich Eder. 2021 ging es dann zurück auf die Rennstrecke. Bei einem Gaststart mit Thomas Gradinger in der IDM Supersport. Einfach mal zum Spaß sollte dieser einmalige Einsatz sein. Doch der unerfahrenen Mannschaft unterlief ein folgenschwerer Fehler und das unerlaubte Nachtanken in der Startaufstellung führte zu einer entsprechenden Bestrafung. «Und plötzlich hat nur noch jeder da drüber geredet», so Eder, der lachend anfügt, «und man sollte mich nicht provozieren, das endet meistens in einer Katastrophe. Wir kommen wieder, war meine Ansage und kurz drauf habe ich einen LKW gekauft und schon die ersten Mechaniker engagiert.»
Steinmayrs Tod hinterließ Spuren
Eder selbst gönnte sich 2023 ein Gaststart und sattelte eine komplette Saison obendrauf. Die letzten beiden Jahre fuhren dann andere Fahrer für sein Team. Auch wenn sich der heute 41-Jährige nach eigener Aussage noch wie 28 fühlt. Die Überlegungen, das Team wieder einzustampfen keimte schon im letzten Jahr auf,
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