Brad Binder (KTM/4.): Ein abenteuerlicher Nachmittag
Brad Binder stürzte heute in Spielberg beim ersten Rennen fast in der Besichtigungsrunde. Nach dem Re-Start fühlte er sich besser. In der letzten Runde trickste er Zarco und Nakagami aus.
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Brad Binder demonstrierte auf dem Red Bull Ring wieder einmal eines jener Rennen, die die Frage aufwerfen, was der schnelle Südafrikaner alles schaffen könnte, wenn er in den Trainings am Freitag nicht so trödeln und danach bessere Startplätze am Samstag erzielen würde. Der 25-jährige Red Bull-KTM-Werkspilot (er wird am Mittwoch 26) brauste vom eigentlich hoffnungslosen 16. Startplatz weg – und verdrängte in der aller letzten der 27 Runden noch Zarco und Nakagami vom vierten Rang.
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Schon in den Klassen Moto3 und Moto2 hatte sich "Brad Attck" durch seine beispielhaften, aggressiven Überholmanöver einen Namen gemacht. Jetzt lernen ihn die MotoGP-Kollegen kennen. Binder hat trotz der schwachen Quali-Performances in diesem Jahr schon zwei vierte und zwei fünfte Plätze errungen, er ist in seiner zweiten MotoGP-Saison WM-Achter. Aber er hat seit seinem Brünn-Sieg am 9. August 2020 keinen Moto-GP-Podestplatz mehr zustande gebracht.
"Heute hat etwas Chaos geherrscht, das erste Rennen hat ja nicht einmal zwei Runden gedauert" schildete Brad Binder, dessen Bruder Darryn im Moto3-Rennen auf der Petronas-Honda Platz 6 sicherstellte. "Der Beginn für dieses erste Rennen war für mich schwierig, denn ich bin bei der Anfahrt zum Grid auf meiner Besichtigungsrunde fast gestürzt. Ich weiß nicht, was los war, aber ich hatte null Temperatur in meinem Vorderreifen. Und während der ersten fliegende Runde im ersten Rennen kam ich mir vor, als würde ich im Regen fahren. Der Reifen war aus irgendeinem Grund einfach super kalt. Ich bin fast von der Piste geflogen und deshalb auf Platz 21 zurückgefallen. Ich habe dann vier oder fünf Gegner überholt, doch dann kam wegen des Sturzes von Dani die rote Flagge raus. Ich hoffe, die beiden Gestürzten sind okay." Leider nicht: Lorenzo Savadori (Aprilia) hat einen Knöchelbruch erlitten.
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"Beim Re-start ist. Es für mich viel besser gelaufen", schilderte Binder. "Ich habe sofort Vertrauen zum Vorderreifen gefunden, aber mit Fortdauer des rennen hatte ich mit dem Michelin-Vorderreifen wirklich Mühe. Wir brauchen eine härtere Konstruktion. Der vorhandene Vorderreifen ist viel zu schwach für uns. Er zwingt uns beim Kurveneingang zu einem sehr niedrigen Limit, das kostet kostbare Zeit. Es ist ein Grenzbereich, das ich nicht überschreiten kann. Es bleibt mir nichts anderes übrig, als am Rande dieses Grenzbereichs das ganze Rennen lang zu fahren. Immerhin konnte ich am Ende noch ein paar Manöver starten und den vierten Platz sicherstellen. Mit dem Ende des Rennen bin ich wirklich happy. Mehr war heute nicht möglich."
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