Diogo Moreira (LCR Honda) zu 2027: «Bis Silverstone sollte es fixiert sein»
MotoGP-Rookie Diogo Moreira erlebte beim Deutschland-GP ein schwieriges Wochenende. Mit der neuen Startaufstellung ist er nicht glücklich. Schon bald gibt es Neuigkeiten zu seiner Zukunft.
Auf dem Sachsenring hatten die Honda-Piloten nicht viel zu bestellen – es war ein schwieriges Rennwochenende für HRC. Im MotoGP-Sprint am Samstag war Rookie Diogo Moreira als Zehnter bester RC213V-Fahrer. Im Grand Prix am Sonntag belegte Luca Marini Rang 8, Moreira wurde Elfter. Joan Mir und Cal Crutchlow schieden aus.
Im Hauptrennen wurde Moreira zudem um drei Startplätze zurückversetzt, da er am Freitag im Zeittraining auf der Ideallinie gebummelt und damit andere Fahrer behindert hatte. Somit hatte der LCR-Honda-Pilot von Beginn an einen schweren Stand. Wie war sein Rennen? «Sehr lang», seufzte der Brasilianer. «30 Runden waren lang und als ich im Rennen einmal auf das Boxenschild schaute und dort angezeigt wurde, dass noch 22 Runden zu fahren waren, dachte ich mir, dass es ein sehr langes Rennen wird. Wie auch immer, ich war fokussiert und versuchte, keine Fehler zu machen. Ich finde, wir haben das Rennen gut gemanagt. Ich bin von hinten gestartet und Überholen ist hier sehr schwierig. Ich habe auch meine Reifen überhitzt. Wir haben überlebt, es war ein gutes Rennen für uns.»
Moreira: «In der Vergangenheit war ich dazu in der Lage, gute Starts mit herausragenden Dingen zu machen»
Auf dem Sachenring kam zum ersten Mal die neue Startaufstellung mit mehr Raum zwischen den Motorrädern zur Anwendung. Zur Erinnerung: Der Abstand wurde aus Sicherheitsgründen von drei auf vier Meter erhöht. Die Distanz zwischen den einzelnen Startreihen wurde von neun auf zwölf Meter erweitert. «In der Vergangenheit war ich dazu in der Lage, gute Starts mit herausragenden Dingen zu machen. Wir haben jetzt gesehen, dass dies mit dem neuen Grid sehr schwer ist», ist der Moto2-Weltmeister nicht glücklich mit der Änderung. «Ich versuchte dann einfach, in den ersten Runden ruhig zu bleiben und keine Fehler zu machen. Am Ende wollte ich mit Brad Binder kämpfen, aber ich war bereits am Limit. Generell war das Wochenende schwierig für uns.»
MotoGP-Neuling Moreira hat in der ersten Saisonhälfte eine sehr gute Entwicklung gemacht. Mittlerweile befindet er sich von den Ergebnissen her auf dem Niveau der Honda-Werksfahrer Luca Marini und Joan Mir. «Das war das elfte Rennwochenende und wir sind schon ein wenig überrascht, dass wir schon so gut dabei sind. Es gibt noch einiges zu tun, aber wir befinden uns auf einem guten Weg», unterstrich der 22-Jährige.
Diogo Moreira hat bei Honda einen Dreijahresvertrag unterschrieben. Mit den guten Leistungen, die er in dieser Saison zeigt, könnte er 2027 ins Werksteam befördert werden und dort an der Seite von Neuzugang Fabio Quartararo fahren. Wird es dazu bald – vielleicht noch in der Sommerpause – eine Ankündigung geben? «Ich weiß es nicht», zuckte Moreira mit den Schultern. «Wir werden uns aber in der Sommerpause darüber unterhalten. Ich denke, dass es bis Silverstone fixiert ist.»
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