Jérôme d’Ambrosio erklärt: So bleibt Ferrari im Rennen um die Titel-Krone
Das Ferrari-Team hat sich mit den zwei GP-Siegen in Barcelona und Silverstone zum Titelkandidaten gemausert. Der stellvertretende Teamchef Jérôme D'Ambrosio sagt, worauf es im WM-Titelkampf ankommt.
Der Circuit de Spa-Francorchamps ist für das Ferrari-Team ein besonderes Pflaster, wie der Blick in die Statistikbücher zeigt: Die Scuderia aus Maranello hat auf dem legendären Rundkurs in Belgien bereits 69 GP-Einsätze bestritten und 18 davon gewonnen. Lewis Hamilton triumphierte schon fünf Mal auf der Ardennen-Achterbahn, sein Teamkollege Charles Leclerc feierte 2019 seinen ersten GP-Sieg auf der knapp sieben Kilometer langen Strecke.
Und auch für den stellvertretenden Teamchef Jérôme D'Ambrosio ist Spa ein besonderer WM-Termin, schliesslich handelt es sich um sein Heimrennen. Er sagt dazu: «Es ist immer eine Freude für mich, nach Spa zurückzukommen. Und das liegt nicht nur an meiner belgischen Herkunft, sondern auch daran, dass es eine der berühmtesten und schönsten Strecken im WM-Kalender ist.»
«Belgien hat eine grosse Leidenschaft für den Motorsport und viele Ferrari-Fans finden jedes Jahr den Weg an die Strecke. Ausserdem nimmt die Strecke einen besonderen Platz in der Geschichte von Ferrari ein: Das Cavallino Rampante feierte hier bei den 24 Stunden von Spa 1932 sein Renndebüt mit einem Doppelsieg, und in Francorchamps war einer der ersten und wichtigsten Importeure von Ferrari ansässig, die Garage Francorchamps. Dieses Erbe macht das Rennen hier mit Ferrari zu einem ganz besonderen Erlebnis», schwärmt der frühere GP-Pilot.
Weiterentwicklung im Fokus
Hinzu kommt die gute Form der italienischen Kult-Mannschaft, die spätestens nach dem Sieg von Charles Leclerc beim jüngsten Kräftemessen in Silverstone zu den Titelkandidaten gehört. D'Ambrosio erklärt stolz: «Die Atmosphäre im Team ist natürlich gut, und alle sind sehr konzentriert am Arbeiten. Die Siege in Barcelona und Silverstone sind ein Beweis für die Fortschritte, die wir als Team gemacht haben, an der Strecke und im Werk in Maranello. Und sie sind das Ergebnis harter Arbeit.»
Der 40-jährige Belgier warnt aber auch: «Wir dürfen nicht vergessen, dass die Weiterentwicklung in diesem Jahr besonders wichtig ist. Deshalb arbeiten wir hart daran, unser Auto weiter zu verbessern.» Worauf es ankommt, weiss der 20-fache GP-Teilnehmer, der auch bei der Ferrari-Nachwuchstruppe «Ferrari Driver Academy» das Zepter schwingt. «Der Schlüssel zum Erfolg liegt darin, auf dem Boden zu bleiben und sich bewusst zu sein, dass jedes Rennen eine andere Geschichte schreiben kann.»
«Wir treten gegen sehr starke Konkurrenten an, daher gehen wir jedes Rennen und jede Session mit derselben Einstellung an – wir wollen das Beste aus jeder Situation machen. Bei diesen Autos können kleine Details einen grossen Unterschied machen, und die Liebe zum Detail von jedem in jedem Bereich ist wichtig. Wir arbeiten weiterhin an beiden Fronten: Wir holen auf der Rennstrecke das Maximum aus dem Gesamtpaket heraus und entwickeln gleichzeitig das Auto in Maranello weiter», schildert der GP-Veteran.
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