Aldeguer-Ersatz-Joker Iker Lecuona: Ja und Nein zum MotoGP-Fahrerlager
Nach sehr überzeugenden Auftritten als Ersatzfahrer bei Gresini Racing, könnte Superbiker Iker Lecuona schon sehr bald wieder die MotoGP-Ducati des verletzten Fermin Aldeguer bewegen.
Fermin Aldeguer aus dem MotoGP-Team Gresini Ducati hat sich bei einem Crash im Hauptrennen in Indonesien einen Bruch in der rechten Hand zugezogen. Der Spanier wurde in Barcelona operiert. Ob er am Wochenende 23.–25. Oktober auf Phillip Island in Südaustralien antreten kann, ist ungewiss.
Als Ersatz würde sich Superbike-Vizeweltmeister Iker Lecuona anbieten, der bereits Anfang Juni in Ungarn und Anfang August in Großbritannien einsprang. Als Siebter im Ungarn-GP zeigte er eine tadellose Leistung weit über den Erwartungen, nachdem er im Sprint als 18. über die Linie kam. In England sah er dagegen in beiden Rennen keine Zielflagge.
Der Spanier ist aktuell vollauf mit den Finalrennen der Superbike-WM in Jerez beschäftigt. Dennoch ließ sich der offizielle Ducati-Pilot Lecuona doch zu folgenden Sätzen mit Blick auf weitere MotoGP-Einsätze hinreißen: «Ich habe das Team ein paar Mal gesehen und meine Zeit mit ihm sehr genossen. Vielleicht wäre es eine gute Möglichkeit, in Australien mit einer MotoGP-Maschine zu fahren. Das konnte ich wegen der Covid-Vorschriften damals nicht. Ich müsste eine weitere neue Strecke mit diesem Motorrad lernen – wenn sie mich anrufen würden, wüsste ich das sehr zu schätzen.»
Die Verpflichtungen von Toprak Razgatlioglu und Nicolo Bulega, die in der Superbike-WM beide Außergewöhnliches geleistet haben, zeigen, dass es auch über die Superbike-WM einen Weg in die MotoGP geben kann. Für 2028 sind ein paar wenige Sitze verfügbar, für 2029 müssen beinahe alle Fahrer neu verhandeln. Wäre die MotoGP für Lecuona ein Thema, sollten ihm in den nächsten zwei Jahren herausragende Saisons gelingen, fragte SPEEDWEEK.com in Andalusien beim 26-Jährigen nach.
Lecouna ist 26 – eine spätere MotoGP-Rückkehr ist nicht ausgeschlossen
Die Verpflichtungen von Toprak Razgatlioglu und Nicolo Bulega, die in der Superbike-WM beide Außergewöhnliches geleistet haben, zeigen, dass es auch über die Superbike-WM einen Weg in die MotoGP geben kann. Für 2028 sind ein paar wenige Sitze verfügbar, für 2029 müssen beinahe alle Fahrer neu verhandeln. Wäre die MotoGP für Lecuona ein Thema, sollten ihm in den nächsten zwei Jahren herausragende Saisons gelingen, fragte SPEEDWEEK.com in Andalusien beim 26-Jährigen nach.
«Ehrlich gesagt bin ich hier glücklich und genieße es sehr, ich weiß, was das MotoGP-Paddock bedeutet», schilderte der noch frische Familienvater. «Das Superbike-Fahrerlager ist familiärer und freundlicher, es gibt weniger Rennen und man ist mehr zuhause. Dann kann ich mehr Zeit mit meiner Frau und meiner Tochter verbringen, die jeden Tag wächst. Es ist schön, dass ich das miterlebe. Ich lasse die Zukunft auf mich zukommen und konzentriere mich auf die Gegenwart. Sollte ich es sehr gut machen, wie Nicolo in diesem Jahr, dann könnte Ducati mir eine Chance geben. Aber auch wenn das nicht geschieht und sie mich für lange Zeit bei den Superbikes behalten wollen, dann können wir diesen Weg zusammen gehen.»
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