MotoGP
Kolumne
Honda 2026 ohne Jorge Martin: Das rettet Luca Marini
Nichts wird es mit dem Sensationstransfer von MotoGP-Weltmeister Jorge Martin von Aprilia zu Honda. Als der Spanier am 17. Juli in Brünn Fakten schuf, fiel einem anderen Fahrer ein Stein vom Herzen.
Am 12. Mai berichtete SPEEDWEEK.com erstmals von Jorge Martins Absicht,
In den folgenden Wochen legten Aprilia und Martin ihre Sicht der Dinge dar, die gegensätzlicher nicht hätte sein können. Der Weltmeister berief sich auf eine Leistungsklausel in seinem Vertrag, die in seinen Augen nicht erfüllt war und ihm bis zu einem bestimmten Zeitpunkt den Ausstieg erlaubte.
Der Hersteller aus Noale hingegen ist überzeugt davon, den Vertrag mit Martin in allen Belangen zu erfüllen –
Martin wollte zu Honda. Nicht, weil die Japaner ein besseres Motorrad haben, sondern einen dickeren Geldbeutel. Doch um bei HRC anzudocken, hätte erst die Trennung von Aprilia vollzogen werden müssen.
Die Situation eskalierte in Assen, sogar Dorna-Chef Carmelo Ezpeleta mischte sich ein und betonte, dass Martin 2026
"Ich respektiere die Position von Carmelo, er ist der große Chef", so Martin.
Aprilia Racing hatte einen mächtigen Verbündeten: die Zeit. Selbst wenn Martin und dessen Manager Albert Valera Recht hätten mit ihrer Auslegung des Vertrags, wäre dies vor Gericht nicht bis zum Saisonende durchsetzbar gewesen. Die Mühlen der Justiz mahlen auch in Italien langsam.
Seit dem 17. Juli 2025 wissen wir:
Luca Marini hat das – zumindest für eine weitere Saison – die MotoGP-Karriere gerettet. Der Halbbruder von Valentino Rossi hätte seinen Platz im Honda-Werksteam für Martin räumen müssen und wäre in der Premier-Class aller Voraussicht nach nirgends sonst untergekommen. Immer wieder fiel der Name Marini im Zusammenhang mit dem Superbike-Werksteam von Honda, wo sich der bald 28-Jährige eine zweite Karriere hätte aufbauen können.
Jetzt rechnet Marini fest damit, auch 2026 für Honda MotoGP und an der Seite von Ex-Champion Joan Mir zu fahren. "Wir reden nur noch über Details, ich habe zu Alberto Puig und dem japanischen Management eine gute Beziehung", hielt er in Brünn fest. "Wir wussten von Anfang an, wie die Zukunft, die nächste Saison, aussehen soll. Jetzt ist es nur noch eine Frage der Zeit, wir sind alle glücklich."
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