Jorge Martin warnt trotz Aprilia-Dominanz: «Müssen auch mit Marc rechnen»
Der WM-Leader überzeugte zum Auftakt in Mandalika. Auf Platz 3 lag die Nr. 89 auch vor Champion Marc Marquez. Beruhigt ist Martin deswegen aber nicht, der Aprilia-Werkspilot hatte keinen leichten Tag.
Das aktuelle Aushängeschild von Aprilia Racing überzeugte auf dem Papier in allen Punkten: Jorge Martin holte Platz 3 im freien Training und wiederholte das Resultat auch im wichtigen Zeittraining. Dass RS-GP in Mandalika bestens arbeitete, zeigte die Tatsache, dass in beiden Sessions jeweils ein Aprilia-Pilot die Bestzeit markierte. Wichtiger noch aus Sicht von Martin: Im Zeittraining war die Nummer 89 gut zwei Zehntel schneller als Marc Marquez, der als Fünfter ins Q2 einzog.
Und doch wirkte der «Martinator» beim folgenden Debrief mit den MotoGP-Medien alles andere als zufrieden. Nicht zu vergessen: Es ist der erste Auftritt des Champions von 2024 mit der Aprilia auf der Strandrennstrecke – im vergangenen Jahr fehlte Martin mit einer Verletzung. Die Kommentare des WM-Führenden fielen gemischt aus: «Am Vormittag habe ich mich sehr wohlgefühlt, aber am Nachmittag war es anders. Es war sehr zerfahren, denn ich hatte Probleme mit meinem Vorderreifen. Wir haben einiges versucht mit dem weichen Reifen vorne. Ich hatte das Gefühl, dass der Speed da ist – aber es war unmöglich, mehrere Runden am Stück ohne Rutscher vorne zu absolvieren.»
Jorge Martin weiter: «Um ehrlich zu sein – ich war heute weit weg von dem, was eigentlich möglich ist. Ich war sehr zuversichtlich, denn im FP1 konnte ich meine beste Zeit ganz am Schluss und auf sehr gebrauchten Reifen fahren, aber im Zeittraining habe ich diese Pace nicht gehabt. Meine letzte Attacke war gut, aber nicht überragend – definitiv einen Schritt hinter Raul.»
Martin, der vor den Rennen in Mandalika nur zwei Punkte Vorsprung auf Marc Marquez hat, blickte aber eben auch nach hinten: «Auch hier gibt es mehrere große Gegner. Raul – aber wir dürfen auch Marc nicht vergessen. Marc ist stark – er war in beiden Sitzungen ganz nah dran und zwar sowohl bei den Attacken als auch über mehrere Runden – er wird auf jeden Fall mit dabei sein.»
Das Bild nach Tag 1 in Indonesien spricht dennoch klar für Aprilia. Die Plätze 1-3 gingen an Fernandez, Bezzecchi und Martin. Der Grundstein, um sich Luft im WM-Kampf zu verschaffen, ist gelegt – «wenn es gelingt, am Samstag die Probleme mit dem Vorderrad zu beheben. Kriegen wir das hin, dann traue ich mir zu, mit um den Sieg zu fahren», so die Zusammenfassung Martins.
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