Champion Marc Marquez (5.) meint: «Lieber Raul, anstatt die anderen beiden»
MotoGP-Ass Marc Marquez (Ducati) ist mit seinem ersten Tag in Indonesien zufrieden. Die starke Performance der Aprilia-Piloten hat ihn nicht überrascht. Wo er Chancen sieht, um sich zu steigern.
Am Donnerstag bei der Auftaktpressekonferenz betonte Marc Marquez, dass er beim Indonesien-GP 2026 voll attackieren werde. Bislang wurden der 33-Jährige und der Mandalika International Street Circuit, der seit 2022 im MotoGP-Kalender ist, keine Freunde. Marquez hat dort in vier Versuchen nur elf WM-Punkte geholt, am Sonntag schaffte er es bislang noch nie ins Ziel.
Der MotoGP-Freitag begann für den Ducati-Piloten sehr gut. Das FP1 beendete er mit gut zwei Zehntelsekunden Rückstand auf Marco Bezzecchi (Aprilia) auf dem zweiten Platz. Im Zeittraining am Nachmittag sah es etwas anders aus – mit Rang 5 schaffte Marquez zwar locker den direkten Einzug ins Q2 am Samstag, doch der Rückstand von sieben Zehntelsekunden auf Raul Fernandez (Trackhouse Aprilia), der einen Rundenrekord fuhr, war beträchtlich.
«Es lief besser als erwartet, wir sind dabei. Wie erwartet, sind wir nicht bei den Schnellsten dabei, aber näher dran als gedacht. Ich bin also zufrieden», lautete das Fazit zu Tag 1 von Marquez. Wie war am Freitag das Gefühl auf dem Motorrad, wenn er es mit letztem Jahr vergleicht? «Zuerst einmal bin ich in einer anderen Verfassung als letztes Jahr. Das Gefühl ist aber besser und ich kann konstanter fahren. Schon letztes Jahr haben wir ein wenig verstanden, was ich auf dieser Strecke brauche. Bei der Renn-Pace bin ich konstant, bei der Zeitenjagd tue ich mir aber noch schwerer. Mal sehen, ob wir uns morgen verbessern können.»
Marc Marquez ist zuversichtlich, dass er sich steigern kann
Hatte er erwartet, dass Raul Fernandez so schnell sein würde? «Ich freue mich für Raul. Ich meine, wenn die Aprilia-Piloten eine gute Leistung zeigen, dann ist es mir lieber, wenn es Raul oder Ogura sind, anstatt die anderen beiden», schmunzelte Marquez, der damit auf den engen Titelkampf mit Martin und Bezzecchi Bezug nahm. «Aber wir haben erst Freitag. Die Aprilia-Fahrer haben die ersten drei Plätze belegt, Ogura ist heute Morgen gestürzt und hat vielleicht ein paar Probleme. Auf diesen flüssigen Strecken sind sie superschnell. Mal sehen – wir versuchen, an unseren Stärken zu arbeiten.»
Marquez ist zuversichtlich, dass er sich im Lauf des Wochenendes noch steigern kann. «Letztes Jahr hat sich auf der Strecke im Laufe des Wochenendes immer mehr Gummi angesammelt und der Grip wurde besser und besser. Ich kam den Top-Fahrern immer näher», blickte er zurück. «Im Warm-up haben wir generell den besten Grip des gesamten Wochenendes, denn direkt davor findet das Sprintrennen mit den Michelin-Reifen statt. Zudem helfen uns die Daten aus dem letzten Jahr, um dieses Jahr mit einem besseren Speed zu starten. Wir müssen uns aber in einigen Bereichen noch verbessern, um die Chance auf die Top-5 oder Top-3 zu haben.»
Was Marc Marquez zum Crash von Fabio Quartararo zu sagen hat
Fabio Quartararo hatte einen Highspeed-Abflug in Kurve 8. Dabei wurde der Franzose durch das Kiesbett geschleudert – er hatte danach Schmerzen. Hat sich Marquez den Kies auf der Strecke angesehen? «Ich kämpfe um die Meisterschaft und habe nicht darauf geachtet, wie der Kies beschaffen ist», winkte er ab. «Wir beschweren uns immer. Es stimmt, dass es nicht gut für die Sicherheit der Fahrer ist, und auch nicht gut für die Motorräder. Sie versuchen ständig, das Budget anzupassen. Aber der beste Weg, Geld zu sparen, ist, die Fahrer und die Motorräder bei solchen Stürzen zu schützen. Dieser Abschnitt ist, wie wir wissen, extrem schnell. Und wenn man mit dieser hohen Geschwindigkeit in den Kies gerät, entsteht Schaden. Ich habe Fabios Sturz nicht im Detail gesehen. Wir Fahrer können aber nicht jede einzelne Kurve überprüfen. Dafür sind andere Leute zuständig. Also versuche ich einfach zu fahren, ohne über solche Dinge nachzudenken.»
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