F1 in Singapur: Sorgen für Audi, Bestzeit von Russell im alten Mercedes
Das erste freie Training endete für Nico Hülkenberg schon früh. Der Deutsche kämpfte mit technischen Problemen. Die Bestzeit stellte Mercedes-Star George Russell, der auch nicht sorgenfrei blieb.
Da den GP-Stars nur ein freies Training blieb, bevor das erste Sprint-Qualifying in der Geschichte des Singapur-GP ansteht, füllte sich der Strassenkurs im Stadtstaat sehr schnell. Bis auf die beiden Red Bull Racing-Stars Max Verstappen und Isack Hadjar sowie Audi-Routinier Nico Hülkenberg rückten alle Fahrer bereits in der ersten Minute aus.
Auch das Trio liess sich nicht lange bitten, sodass nach fünf Minuten alle auf der 4,927 km langen Bahn waren. Die Piloten und Ingenieure wissen, dass die Zeiten mit Vorsicht zu geniessen sind. Nicht nur, dass wie in den freien Trainings üblich die genauen Trainingsprogramme nicht bekannt sind und keiner weiss, mit welchen Motor-Abstimmungen und Spritmengen die Gegner unterwegs sind. Auch findet das erste Training tagsüber und deshalb bei ganz anderen Bedingungen als das Sprint-Qualifying, das GP-Qualifying und der GP statt.
Zunächst gab WM-Leader Kimi Antonelli das Tempo vor. Sein Teamkollege George Russell, der im Gegensatz zum Italiener ohne das jüngste Upgrade auskommen muss, blieb zunächst drei Zehntel langsamer. Lange hielt sich der 20-Jährige aber nicht an der Spitze, bald legte Malaysia-Sieger Verstappen eine neue Messlatte, während sein Teamkollege Hadjar mit der Bodenfreiheit seines RB22 kämpfte.
Antonelli meldet sich an der Spitze zurück
Auch Verstappens Freude war nur kurz, denn nach den ersten zehn Minuten war Charles Leclerc der Schnellste, wenn auch nur knapp, denn Weltmeister Lando Norris fehlten nur 28 Tausendstel auf die Bestzeit des Monegassen. Sowohl der McLaren-Star als auch Verstappen leisteten sich in den ersten Minuten einen Fehler, der ihre vielversprechenden Runden zunichte machte.
Norris setzte sich bald an die Spitze, während Hadjar über das Bremsverhalten seines Dienstwagens klagte. Leclerc meldete sich auch wieder an der Spitze zurück, während Lewis Hamilton die erste Kurve nicht richtig hinbekam. George Russell, der nach seinem Motorschaden von Malaysia das Rennen in Singapur vom Ende des Startfeldes wird in Angriff nehmen müssen, setzte sich nach 20 Minuten an die Spitze, hinter ihm reihten sich Leclerc, Hadjar, Antonelli, Norris, Hamilton, Verstappen, Pierre Gasly, Gabriel Bortoleto und Oscar Piastri auf den weiteren Top-10-Positionen ein.
Kurz vor Halbzeit meldete sich Antonelli mit 1:33,830 min an die Spitze zurück, während Verstappen eine Zwangspause einlegen musste, nachdem sein Team Funkprobleme bekundet hatte, wie Teamchef Laurent Mekies erklärte. Der Franzose durfte sich in den letzten Rennen über einen wiedererstarkten GP-Renner freuen.
Positiver Trend bei Red Bull Racing
«Der Trend ist positiv, in Monza, Madrid, Baku und Malaysia konnten wir jeweils ein bisschen mehr Leistung aus dem Auto kitzeln. Allerdings bedeutet das nicht, dass wir automatisch um den Sieg kämpfen können, denn die Leistungsdichte zwischen den vier Top-Teams ist hoch und es gibt je nach Strecke grosse Unterschiede», erklärte Mekies den Kollegen von «Sky Sports F1».
Während Norris sich verbremste, rückte Verstappen 22 Minuten vor dem Ende der Session wieder aus. Sorgen bekundete hingegen Hülkenberg, der mit seinem Audi am Ende der Boxengasse stehenblieb. Er habe ein Problem mit dem Getriebe, funkte der Deutsche. Knapp zehn Minuten später eröffnete Russell auf den weichen Reifen die eigentliche Zeitenjagd. Mit 1:32,864 min legte er eine neue Bestmarke vor, während mehrere Gegner auf die mittelharten Walzen wechselten.
An der Spitze des Zeitenmonitors leuchteten immer neue Namen auf, auch Hamilton führte die Zeitenliste zwischenzeitlich an, bevor Russell drei Minuten vor dem Ende mit 1:32,274 min die Bestzeit der Session aufstellte. Zum Schluss wurde es dank des Mercedes-Duos noch einmal spannend: Antonelli musste den Notausgang nehmen, Russell blieb kurzzeitig am Streckenrand stehen. An der Spitze änderte sich nichts mehr, sodass er dennoch die Bestzeit bejubeln durfte. Leclerc, Norris, Hamilton, Piastri, Verstappen, Antonelli, Hadjar, Gasly, und Lawson komplettierten die Top-10.
Schon gesehen?
Newsletter
Motorsport-News direkt in Ihr Postfach
Verpassen Sie keine Highlights mehr: Der Speedweek Newsletter liefert Ihnen zweimal wöchentlich aktuelle Nachrichten, exklusive Kommentare und alle wichtigen Termine aus der Welt des Motorsports - direkt in Ihr E-Mail-Postfach



