Jorge Martin wieder WM-Leader dank Mandalika-Podium: «Kampf geht weiter»
Einen Sieg konnte Jorge Martin in Indonesien auch im MotoGP-Sonntagsrennen nicht einfahren, die WM-Führung bleibt aber beim Aprilia-Mann. Der hatte nach dem Grand Prix eine Kampfansage parat.
Die alte Reihenfolge ist wieder hergestellt. Nachdem Jorge Martin nach dem Samstagsrennen in Mandalika die Führung der WM-Wertung kurzzeitig an Sprintsieger Marc Marquez abtreten musste, verlässt der Aprilia-Pilot dank eines Podiumsplatzes im Grand Prix Indonesien wieder als Gesamtführender der Punktetabelle. Dabei waren die ersten beiden Runden wenig vielversprechend für den Spanier, der sich nach dem ersten Umlauf auf Rang 6 wiederfand, aber schon in Runde 3 an Kontrahent Marc Marquez vorbeiziehen konnte. Von diesem Moment an galt für den «Martinator», nach dem verpassten Sprintsieg am Vortag nicht zu aggressiv zu Werke zu gehen.
Der oberste Podestplatz war im Grand Prix außer Reichweite, wie der Madrilene im Rahmen der Podiumsfeierlichkeiten zugab: «Ich habe heute das Maximum erreicht.» Die Markenkollegen Bezzecchi und Fernandez kamen laut Martin besser mit den Bedingungen zurecht: «Ich habe mein Bestes gegeben, aber Marco und Raúl waren das ganze Wochenende über schon stärker als ich. Immer, wenn ich dachte, dass ich ähnlich schnell bin wie sie, haben sie sich nochmal verbessert.»
Schon die ersten Meter des Rennens liefen nicht nach Plan für den Madrilenen: «Ich habe am Start einen Platz verloren, aber habe versucht, ruhig zu bleiben. In der Folge konnte ich mehrere Fahrer überholen und es ging Schritt für Schritt nach vorn.» Nach den ersten Kurven musste sich der Mann mit der Nummer 89 sich zunächst hinter Fabio Di Giannantonio und Fermin Aldeguer anstellen. Doch schon in der zweiten Runde ging es für den Weltmeister von 2024 vorbei an «Diggia», während der Gresini-Pilot unter Druck von Martin ins Aus rutschte.
Nur eine Runde später ging es für Martin vorbei am großen WM-Kontrahenten. Zum Rennende habe der ehemalige Moto3-Weltmeister weder körperlich noch technisch Reserven: «In den letzten Runden hatte ich große Probleme mit meinen Reifen, aber auch mit meiner körperlichen Verfassung. Trotzdem bin ich aufs Podium gekommen, deshalb bin ich zufrieden.
Der dritte Platz ist für Jorge Martin die dritte Podiumsplatzierung in einem Grand Prix in Folge und stellte durch Marc Marquez’ sechsten Platz den alten Punkteabstand von zwei Zählern zum Katalanen wieder her. Dass diese knappe Führung für den Spanier von Bedeutung ist, machte er deutlich: «Der Kampf geht weiter, wir sind weiter in Führung! Es wird schwierig bleiben, aber ich werde alles geben.»
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