Marquez verheimlichte Schulter-OP – er entschuldigte sich bei seiner Crew
In einem von Ducati Lenovo in dieser Woche veröffentlichten Video ist zu sehen, wie MotoGP-Weltmeister Marc Marquez seiner Crew den geplanten Eingriff an seiner rechten Schulter beichtete.
Die MotoGP-WM muss vorerst ohne Marc Marquez auskommen. Der 33-jährige Weltmeister aus dem Ducati-Lenovo-Team wird beim Barcelona-Event am Wochenende fehlen – wann er wieder in den Zirkus zurückkehren kann, ist vorerst offen.
Marquez hatte sich bei seinem Crash im MotoGP-Sprint in Le Mans eine Fraktur in seinem rechten Mittelfuß zugezogen und wurde deshalb am Sonntag in Madrid operiert. Zugleich wurde ein geplanter chirurgischer Eingriff an seiner rechten Schulter durchgeführt. Die Ärzte entfernten zwei Schrauben und ein Knochenfragment aus einer früheren Operation (2019), die sich verschoben hatten und den Radialnerv komprimierten.
In einem «Inside-Video», das Ducati in dieser Woche veröffentlichte, ist zu sehen, wie Marquez nach seinem Crash in Le Mans in der Box seiner Crew den geplanten Eingriff an seiner Schulter beichtete. Auch Ducati-Corse-CEO Gigi Dall’Igna war anwesend. «Nach Jerez hatte ich es mir anschauen lassen. Ich spürte, dass etwas nicht okay war. Ich habe niemandem etwas gesagt. Die Schraube machte ein Problem beim Nerv. Es kam und ging», beschrieb Marc den ständig wiederkehrenden Schmerz.
Bei seinen Schilderungen hatte der Spanier mit seinen Emotionen zu kämpfen. «Der Nerv betrifft drei Finger, es nimmt mir die Kraft in der Hand. Für einige Runden war es okay. Ich wusste aber, dass es passieren würde. Das Motorrad so am Limit zu bewegen, war einfach nicht möglich», berichtete Marc weiter. «Wir hatten deswegen eine Operation für die Tage nach dem Catalunya-GP geplant. Ich fahre mit eineinhalb Armen. Wir wollten vorerst nicht darüber sprechen und ich habe alle meine Leute gebeten, nichts darüber zu sagen. Ich wollte in Le Mans nicht daran denken und auch keine Fragen dazu bekommen.»
«Ich hatte zuletzt Stürze, bei denen ich nicht wusste, warum sie passiert waren. Ich habe nicht gepusht und war nicht am Limit. Ich muss niemandem etwas beweisen – ich war im Q1 (in Le Mans, Anm.) schnell. Das Problem ist, dass ich eine halbe Sekunde unter meinem Limit bin. Es funktionierte nicht, das sah man auch anhand der Daten», stellte Marc ebenfalls fest. Gigi Dall’Igna beruhigte die Situation und meinte zu Marquez: «Das Wichtigste ist der Körper.» Marquez antwortete: «Ja, das habe ich mittlerweile verstanden.» Am Ende entschuldige sich Marc für die Aufregung und erntete dafür Applaus von seiner Mannschaft.
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