Fernando Alonso und das Karriere-Ende: Was sein Sohn damit zu tun hat
Fernando Alonso ist seit einigen Wochen Vater. Der Spanier verriet: Die Vaterrolle ließ ihn viel über seine Zukunft im Motorsport nachdenken – aber anders, als die meisten es wohl vermuten würden.
44 Jahre ist Fernando Alonso mittlerweile alt. Für einen Rennfahrer im traditionellen Sinne ist das nicht sonderlich alt. In den 1950er-Jahren gingen regelmäßig Rennfahrer bis Mitte 50 an den Start. Doch die Zeiten haben sich geändert, der Sport ist professioneller, vor allem, was das Training und die körperlichen Anforderungen angeht. Mit seinen 429 Grands Prix und in Summe 23 Saisons ist Fernando Alonso ein wahres Urgestein der modernen Formel 1.
Immer wieder fragen sich Fans: Wie lange macht er das noch? Aus der Formel 1 war er ja schon mal zurückgetreten, fuhr in anderen Rennserien, kam schließlich zurück. Auf seinen 33. Grand-Prix-Sieg wartet Alonso seit 2013. Seit seiner Rückkehr in die Formel 1 2021 wollte sich weder bei Alpine noch jetzt bei Aston Martin der erhoffte (und fahrerisch verdiente) Erfolg einstellen. Sportlich scheint 2026 mit Aston Martin und dem verpatzten neue Reglement ein Tiefpunkt erreicht. Wieder stellt sich die Frage: Wie lange macht er das noch?
Vater Alonso – was bedeutet das für seine Karriere?
Dazu kommt jetzt: Fernando Alonso ist Vater geworden. Vor dem Grand Prix in Suzuka kam sein erstes Kind auf die Welt – ein Sohn. Wird er bald Vollzeit-Papa und hängt die Rennschuhe an den Nagel?
Entscheidung nach der Sommerpause
Am Miami-Wochenende sagte Alonso auf eine Frage zu seiner Zukunft: «Ich bin offen für alles. Ich werde mich mit dem Team vermutlich nach der Sommerpause zusammensetzen und eine Entscheidung treffen.» Bis es konkrete Neuigkeiten gibt, müssen wir uns also noch gedulden.
Angesprochen auf seine Vaterschaft und die Auswirkungen der Vaterrolle, sagte er: «Ich habe mir so meine Gedanken gemacht, da will ich ganz offen sein. Es verändert, wie man das Leben sieht.»
«Mein Sohn soll mich Rennen fahren sehen»
Doch anders als man es vielleicht erwarten würde, animiert die neue Rolle Alonso nicht etwa zum Aufhören: «Es geht aber in eine andere Richtung. Ich möchte weiter Rennen fahren, damit mein Sohn mich Rennen fahren sieht. Aber bis er sich der Dinge bewusst ist, wird das noch ein paar Jahre dauern. Und ich will nicht noch vier oder fünf Jahre Rennen fahren», sagt Alonso mit einem Lachen. Der Sohnemann kam ja gerade erst auf die Welt.
Weiterfahren für den Sohnemann?
Alonso: «Ich habe also überlegt, ob er irgendeine Erinnerung daran haben wird und verstehen wird, was im Paddock passiert, wenn ich noch ein oder zwei Jahre fahre. Ich würde gern noch weiterfahren, bis er im Paddock ist oder in meinem Auto sitzen kann. Das sind Momente, an die man sich sein ganzes Leben lang erinnern wird.» In diesem Sinne: Alles Gute zum Vatertag, Fernando Alonso!
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