Autodrom Most: Explosion und Feuer sorgen für Chaos im SBK-Fahrerlager
Explosionen, Rauch und Stromausfall im Fahrerlager: Im Vorfeld des fünften Superbike-WM-Events 2026 kam es am Donnerstag im Autodrom Most zu einem Feuer mit bisher unklaren Folgen.
Unmittelbar vor dem offiziellen Beginn des fünften Rennwochenendes der Superbike-WM 2026 kam es am Donnerstagvormittag im Fahrerlager des Autodrom Most zu einem größeren Zwischenfall. Augenzeugen berichteten von mehreren Explosionen und einem anschließenden Feuer, das offenbar von einem Baustromverteiler ausging, der im oberen Teil des Fahrerlagers die Stromversorgung sicherstellen soll.
Kurz nach den ersten Detonationen war dichter Rauch über Teilen des Fahrerlagers zu sehen. Zudem lag ein beißender Geruch in der Luft, der sich rasch über das Areal ausbreitete. Der Vorfall ereignete sich etwa 9:30 Uhr.
Die Feuerwehr rückte innerhalb kurzer Zeit an und begann sofort mit den Löscharbeiten sowie der Absicherung des betroffenen Bereichs. Zahlreiche Teammitglieder und Mitarbeiter verfolgten die Situation besorgt aus sicherer Entfernung.
Kein Strom – kein Rennbetrieb?
Vom Stromausfall betroffen ist jener Abschnitt des Fahrerlagers, in dem sich viele Hospitalitys, die Zelte kleinerer Teams, die Trucks von Reifenlieferant Pirelli sowie das Media Center befinden. Damit sind zentrale Bereiche des WM-Betriebs aktuell nur eingeschränkt nutzbar.
Zahlreiche Teams arbeiteten am Donnerstag eigentlich an den letzten Vorbereitungen für das Rennwochenende, als der Vorfall den Ablauf abrupt stoppte. Ein großes Problem ist, dass die Reifenmechaniker von Pirelli momentan keine Reifen aufziehen können.
Wie groß der Schaden tatsächlich ist, blieb zunächst offen. Ebenso unklar ist derzeit, wie lange die betroffenen Bereiche ohne Stromversorgung auskommen müssen.
Hinter vorgehaltener Hand wurde im Fahrerlager bereits darüber diskutiert, ob Verzögerungen im Zeitplan drohen oder im schlimmsten Fall sogar Auswirkungen auf die Durchführung des Rennwochenendes möglich sind. Offizielle Informationen dazu gab es zunächst allerdings nicht.
Eine öffentliche Stellungnahme des Veranstalters oder des Autodrom Most lag bis Donnerstagmittag noch nicht vor. Der Fokus liegt aktuell darauf, die Situation unter Kontrolle zu bringen und die Infrastruktur im Fahrerlager schnellstmöglich wiederherzustellen.
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