Catalunya-GP 2025: Marquez-Festspiele, KTM-Ausrufezeichen, Aprilia-Desaster
Es ist nicht lange her, da feierte die Familie Marquez in der Heimat. Beim letzten Treffen in Barcelona führte kein Weg an Alex und Marc Márquez vorbei. Während KTM aufzeigte, lag Aprilia am Boden.
Catalunya? War die MotoGP nicht erst in Barcelona? Richtig. Nicht zum ersten Mal wurde das Event in Katalonien auch 2025 als eine Art Joker im Kalender der MotoGP genutzt. Statt des traditionellen frühen Sommertermins ging es zuletzt Anfang September und damit erst vor gut acht Monaten auf der Rennstrecke nördlich von Barcelona zur Sache.
Die WM war von Ungarn nach Spanien gereist und sportlich in fester Hand der Familie Marquez – und Ducati. Eine Vorentscheidung war auch vor dem Catalunya-GP bereits gefallen. Nach seinem Triumph am Balaton konnte es Marc Márquez mit 142 Punkten Vorsprung auf Bruder Alex bei einem weiteren Heimrennen entspannt angehen lassen. Bei sehr guten Bedingungen auf der als Low-Grip-Strecke bekannten Piste ließen die Marquez-Brüder aber nichts anbrennen.
Im Q2 zogen die beiden Ducati-Piloten Yamaha-Ass Fabio Quartararo ein. Alex auf 1, Marc auf 3 – so die vielversprechende Ausgangslage auch aus Sicht der riesigen Fangemeinde. Nach dem Sprint-Samstag wurde aber nur in der roten Ecke gefeiert – Alex Marquez hatte sich über die kurze Distanz einen Abflug geleistet. Marc Márquez regierte – und siegte trotz schlechtem Start ungefährdet vor Fabio Quartararo Mit Fabio Di Giannantonio rückte ein weiterer Ducati-Werksfahrer aus Podest. Wie zuletzt in Le Mans kreuzte «Diggia» die Linie knapp vor KTM-Pilot Pedro Acosta.
Doch die Revanche am Sonntag gelang «AM73». Wie schon beim Jerez-GP hieß der Sieger in Spanien erneut Alex Marquez. Erstaunlich: Nach dem Start hatte zunächst Marc Marquez das Feld, inklusive Honda-Wildcard Aleix Espargaro, angeführt. Doch bereits in Runde 4 lag dann die Gresini-Ducati an der Spitze. Der jüngere Marquez brillierte – und gewann knapp zwei Sekunden vor dem WM-Dominator, der mit 20 weiteren Zählern einen weiteren Meilenstein erreicht hatte.
Klar zweite Kraft beim Großen Preis waren 2025 die KTM-Piloten. Acosta, der gleich am Start Fabio Quartararo kassiert hatte, sah lange wie der sichere Dritte aus. Doch im Finale musste sich der Youngster Markenkollege Enea Bastianini beugen. Mit Platz 3 und 4 hatten sich die Österreicher aber eine klare Botschaft gesetzt Gleiches tat Fabio Quartararo mit der Position 2 im Sprint und 5 im GP. Zweitbester Yamaha-Pilot wurde Miguel Oliveira, Rang 9 für den Portugiesen, der zu diesem Zeitpunkt bereits auf dem Abstellgleis unterwegs war.
Aprilia, vormals bestens aufgestellt auf dem Circuit de Catalunya, erlebte aus sportlicher Sicht ein desaströses Wochenende. Zwar war Jorge Martin wieder mit im Start, doch der Rückkehrer verbuchte mit einem Crash im Sprint und einem zehnten Platz im GP nur einen kleinen Achtungserfolg. Komplett leer ging der aktuelle WM-Leader Marco Bezzecchi. «Bezz» flog in beiden Rennen ab, Höchststrafe. Dazu kam: Bereits im Q2 hatte es für den Hoffnungsträger des Aprilia-Projekts nur zu Platz 12 gereicht. Bester Vertreter war Ai Ogura, der die Trackhouse-Maschine im GP auf einen guten sechsten Platz vorbei an Pecco Bagnaia steuerte.
Sehr geteilt auch die Lage im Honda-Lager. Während Johann Zarco im GP von der Piste rutschte, erreichte Luca Marini auf Rang 8 eines seiner besten Resultate mit der RC213V.
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