Valentino Rossi (47) plant seine Rennsaison 2027 – inklusive Traumerfüllung
MotoGP-Ikone Valentino Rossi lenkt zielstrebig in Richtung 2027. In Misano bestätigte «VR46» gegenüber SPEEDWEEK.com, dass er auch an einem Start beim 24h-Rennen auf dem Nürburgring arbeitet.
Der neunmalige Motorradweltmeister Valentino Rossi hat sich als respektierter Pilot im GT3-Umfeld etabliert. Seine erste Pole-Position in der GT World Challenge Europe beim Sprint Cup in Misano unterstreicht dies. Zwar verpasste er auf seiner Heimstrecke seinen vierten Sieg in vier Jahren, aber erstmals war Italiens Rennsport-Ikone aus Tavullia aus eigener Kraft im Qualifying der schnellste Pilot auf der Strecke.
Bei «Il Dottore» laufen außerdem bereits die Planungen für das Jahr 2027 auf Hochtouren. Rossi arbeitet dafür hart daran, dass er sich einen weiteren Traum erfüllen möchte: Einen Start beim 24 Stunden Rennen auf der Nürburgring-Nordschleife. Um dafür die Startberechtigung zu erhalten, möchte er bereits in diesem Jahr die Permit – den Nordschleifen-Führerschein – absolvieren.
«Ich fahre bereits die gesamte GT World Challenge Europe und hoffe, noch vor Jahresende meine Berechtigung für die Nordschleife zu erhalten», erklärte Rossi in Misano gegenüber ausgewählten Medienvertretern, darunter SPEEDWEEK.com.
Auch Valentino Rossi muss sich für die Nordschleife qualifizieren
Bei welchem Rennen Rossi die Eignungsprüfung absolvieren wird, ist noch unklar. Beim 6h-Rennen der Nürburgring Langstrecken-Serie wird er nicht an den Start gehen können, da er dort zeitgleich mit der GT World Challenge Europe in Magny-Cours antritt. Beim Saisonfinale im Oktober gibt es dagegen keine terminliche Überschneidung mit der europäischen GT-Rennserie.
Ebenfalls unklar ist, mit welchem Team und mit welchem Fahrzeug er die Permit absolvieren wird. Da Rossi allerdings ein BMW-Werksfahrer ist, ist es wahrscheinlich, dass er einen der neuen BMW M2 Racing fahren wird, um auch positive Werbung für das neue Kundensportmodell zu betreiben.
Sobald Rossi die Zulassung zur grünen Hölle besitzt, steht einem GT3-Start von Rossi im kommenden Jahr beim 24h-Rennen auf dem Nürburgring nichts mehr im Weg. Dort könnte der neunmalige Motorradweltmeister in einem «Duell der Giganten» auf den viermaligen Formel-1-Weltmeister Max Verstappen treffen, der nach seinem erstem Start in diesem Jahr erneut beim Langstreckenklassiker in der Eifel antreten möchte.
«VR46» auch 2027 mit vollem Terminkalender
In der Vergangenheit äußerte sich der Italiener kritisch zum dem außergewöhnlichen Permit-System auf der Nordschleife, auch wenn er immer angab, dass er sehr gerne die 24h Nürburgring bestreiten wollte. Doch nachdem für dieses Jahr die Regularien entschärft wurden, öffnete sich Rossi gegenüber einem Permit-Programm auf der legendären Piste in der Eifel.
Weiters ist ein Verbleib von Valentino Rossi in der GT World Challenge Europe wahrscheinlich, wo er dann wieder den kompletten Endurance Cup und Sprint Cup bestreiten würde und bei allen zehn Events an den Start geht. Bereits in der Vergangenheit unterstrich der 47-Jährige, dass er die Bühne als weltbeste Rennserie für GT3-Fahrzeuge ansieht. Als BMW-Werksfahrer, ist der Beweis, dass «VR46» auch auf vier Räder zur Weltelite zählt, ohnehin längst erbracht.
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