Ogura (Aprilia) wieder nicht zu stoppen, erstes Podest für Japan seit 2012!
Einmal mehr bewies Trackhouse-Aprilia-Ass Ai Ogura seine Fähigkeiten über die lange MotoGP-Distanz, doch erstmals endete die Fahrt bei der Siegerehrung. Darauf mussten Japans Fans viele Jahre warten.
Wie schon oft ging es für den einzigen Japaner in der MotoGP wenig ideal in das GP-Wochenende. Mehr als Platz 9 war im Qualifying für den Trackhouse-Piloten nicht drin. Entsprechend konnte der Moto2-Champion der Saison 2024 im Sprint nicht viel ausrichten, immerhin ging es auf Platz 7. Im Ziel fehlten gerade einmal fünf Sekunden auf den Sieger Jorge Martin.
Während des «Michelin Grand Prix of France» robbte sich Ogura noch näher an den Spanier heran. Interessant: In der Startaufstellung standen der Privatfahrer und der Werksfahrer direkt nebeneinander. Beide mussten sich nach vorne kämpfen. Ai Ogura tat sich dabei erst einmal schwerer: «In der frühen Phase hatte ich Schwierigkeiten. Zwar war meine Pace von Beginn an, aber das Gefühl war nicht ideal, ich bin nicht sehr sauber gefahren, bin zum Beispiel nach dem Manöver an Fabio weit gegangen. Mein Gefühl für die Front war zu diesem Zeitpunkt nicht gut, aber mit dem Ende kam es.»
Erst in Runde 9 und damit nach einem Drittel des Rennens fand der Pilot seinen Rhythmus. Bei seiner Aufholjagd mussten sich Mir, Quartararo und Di Giannantonio In der Schlussphase des Rennes war dann auch noch Pedro Acosta fällig. Der Spanier fuhr zwar die schnellere Rennrunde, aber über die Distanz konnte der KTM-Fahrer nicht dagegenhalten. Im Ziel lag Ogura klar auf Position 3, nur 0,8 Sekunden hinter dem Sieger.
Wäre vielleicht noch mehr möglich gewesen? Ogura verneinte: «Ich denke, wir haben wirklich das Beste herausgeholt, vielleicht, wenn das Rennen nochmal drei Runden gegangen wäre, aber nein – das war das Maximum. Aber auch so – Platz 3 bedeutet mir sehr viel und meinem Land auch.»
Ogura weiter: «Ich freue mich besonders für mein Team. Sie haben mir ein Podest schon lange zugetraut, und ich hätte es ihnen sehr gerne schon in den USA gegeben, jetzt hat es geklappt!» Und denkt Ogura bereits an den ersten Sieg? «Nicht wirklich, aber in Japan, das könnte ich mir vorstellen», so der Dritte des Le-Mans-GP. Glücklich war auch das familiäre Timing. Das erste Podest von Ai Ogura in der Königsklasse erlebte auch der nur selten anwesende Vater von Ai Ogura.
Japan musste lange auf dieses Ereignis warten. Vor 14 Jahren brauste Wildcard-Pilot Nakasuga-san für Yamaha im verregneten Valencia-GP auf das Podium. Auf trockener Piste liegt eine Podiumsparty mit japanischer Beteiligung bereits 20 Jahre zurück. 2026 jubelte in Assen Shinya Nakano.
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